Argiolas
Argiolas Carignano del Sulcis Cardanera DOC 2024
Carignano aus dem Sulcis im Südwesten Sardiniens, auf Sandböden mit Kalk und Ton. Kirsche, Cassis, Brombeere, dazu Pfeffer. Dicht und kompakt, mit seidig weichen Tanninen. Kein neues Holz.
Sulcis, der Südwesten
Der Sulcis ist die Heimat des Carignano auf Sardinien. Sandige Böden mit Kalkstein- und Tonanteilen, viel Sonne, Meereseinfluss. Auf Sand kam die Reblaus nie richtig durch, deshalb stehen hier viele alte Reben.
Stahl, Zement, drei Monate Reife
Die alkoholische Gärung läuft im Stahltank, der biologische Säureabbau im Zementtank. Danach folgen drei Monate Reifung. Ohne Barrique, damit die Frucht vorne bleibt.
So schmeckt er
In der Nase Kirsche, Cassis und Brombeere, dazu pfeffrige und würzige Anklänge. Am Gaumen dicht und kompakt, mit seidig weichen Tanninen. Trinkreif bis 2030.
Passt zu
Lasagne, Schmorbraten, Ratatouille, Grilladen, Bergkäse
Serviervorschlag
Bei 16 bis 18 Grad servieren. Eine halbe Stunde vorher öffnen genügt.
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Land | Italien |
| Region | Sardinien, Sulcis |
| Klassifikation | Carignano del Sulcis DOC |
| Rebsorte | Carignano |
| Böden | Sandig mit Kalkstein- und Tonanteilen |
| Alkoholgehalt | 14.5% |
| Füllmenge | 75cl |
| Weingut | Argiolas, Serdiana |
Häufige Fragen
Was ist Carignano?
In Frankreich Carignan, in Spanien Cariñena oder Samsó. Auf Sardinien ist der Sulcis ihre Heimat. Sie bringt dunkle Frucht, Säure und Struktur.
Was unterscheidet ihn vom Is Solinas?
Der Is Solinas liegt zwölf Monate im französischen Barrique und danach mindestens sechs Monate in der Flasche. Deutlich mehr Tiefe. Der Cardanera ist der frische Einstieg.
Warum stehen im Sulcis so viele alte Reben?
Weil die Reblaus auf sandigen Böden nicht durchkommt. Deshalb überlebten hier wurzelechte Bestände, die anderswo verschwunden sind.
Über das Weingut – Argiolas, Serdiana (Sardinien)
1938 mit drei Hektar
Antonio Argiolas übernahm 1938 in Serdiana bei Cagliari gut drei Hektar Reben von seinem Vater. Daraus wurde das führende Weingut Sardiniens. Er starb 2009 im Alter von 102 Jahren.
Gegen den Strom
In den Siebzigerjahren zahlte die EG Prämien fürs Roden von Reben. Argiolas machte das Gegenteil: investieren, umstellen, auf Qualität setzen statt auf Menge.
Giacomo Tachis kommt dazu
Der Önologe hinter Sassicaia und Tignanello arbeitete mit der Familie an einer Spitzenlinie. Daraus entstanden Korem und Turriga. Der erste Turriga stammt aus dem Jahrgang 1988 und kam 1991 auf den Markt.
Nur sardische Sorten
Rund 230 Hektar in Trexenta und Sulcis. Angebaut wird ausschliesslich Einheimisches: Cannonau, Vermentino, Carignano, Bovale Sardo, Nuragus, Nasco und Monica. Heute führt die dritte Generation das Haus.