Dom Pérignon

Dom Pérignon Millésime Blanc 2017 - 75cl

Inhalt
Preis: SFr. 188.00

Der Jahrgang 2017 ist die kleinste Abfüllung, die Dom Pérignon je gemacht hat – rund 15 Prozent einer normalen Ernte. Ein schwieriges Jahr, das der Chardonnay gerettet hat: 61% Chardonnay, 39% Pinot Noir. Nach fast neun Jahren im Keller kam er im März 2026 in den Verkauf. Zitrus, Brioche, Haselnuss, dazu die rauchige Handschrift des Hauses.

Der Jahrgang 2017

2017 war ein Nervenjahr in der Champagne. Frühjahrsfrost im April, dann grosse Hitze Ende Mai und im Juni, danach ein verregneter August. Pinot Noir und Meunier litten stark unter Fäulnis, der Chardonnay kam dank dickerer Beerenhaut besser durch. Erst gegen Ende August drehte das Wetter und rettete die Lese. Viele Häuser haben 2017 gar nicht als Jahrgang deklariert.

Warum es ihn trotzdem gibt

Dom Pérignon hat 2011, 2014 und 2016 komplett ausgelassen. 2017 dagegen wurde abgefüllt – in winziger Menge und mit ungewöhnlich hohem Chardonnay-Anteil, weil schlicht wenig gesunder Pinot Noir da war. Kellermeister Vincent Chaperon spricht von der kleinsten Assemblage der Hausgeschichte, rund 15 Prozent einer normalen Ernte. Entsprechend kurz wird der Jahrgang im Markt sein.

So schmeckt er

In der Nase Orangenschale, getrocknete Aprikose und geröstetes Brot, dazu getrocknete Blüten, Haselnuss und die typische rauchige Reduktionsnote. Am Gaumen dicht und vollmundig, getragen von einer cremigen Perlage. Am Ende sorgen lebendige Säure und ein leicht bitterer Zug für Struktur und einen langen Abgang.

Was Dom Pérignon ausmacht

Es gibt ihn ausschliesslich als Jahrgangschampagner – kein Verschnitt über mehrere Jahre, keine Reserveweine als Sicherheitsnetz. Die Trauben stammen nur aus den 17 Grands Crus der Champagne und dem Premier Cru Hautvillers. Jede Flasche reift mindestens acht Jahre auf der Hefe, bevor sie freigegeben wird.

Passt zu

  • Bodensee-Felchen mit brauner Butter und Mandeln – die Röstnote im Glas trifft die Nussbutter
  • Risotto mit Steinpilzen und altem Sbrinz – Struktur und Cremigkeit auf beiden Seiten (vegetarisch)
  • Kaisergranat oder Hummer mit Zitrone – der klassische Weg, und immer noch der beste

Serviervorschlag

Bei 9 bis 11 Grad servieren, nicht kälter. Ins große Weissweinglas, nie in die Flöte – sonst bleibt die halbe Aromatik in der Flasche. Eine Stunde vorher öffnen lohnt sich. Er trägt ein ganzes Menü, nicht nur den Apéro.

Weiterführende Informationen

Land/Region Frankreich, Champagne, Épernay
Jahrgang 2017
Klassifikation Champagne AOC, Brut, Jahrgangschampagner
Cuvée 61% Chardonnay, 39% Pinot Noir
Herkunft der Trauben 17 Grands Crus + Premier Cru Hautvillers
Reifung rund 9 Jahre auf der Hefe
Dosage 5 g/L
Trinktemperatur 9-11 °C
Füllmenge 75cl
Kellerei Dom Pérignon, Épernay

Häufige Fragen

Warum ist der 2017er so selten?

Weil das Jahr schwierig war und nur wenig gesundes Lesegut übrig blieb. Abgefüllt wurden rund 15 Prozent einer normalen Ernte – die kleinste Menge in der Geschichte des Hauses.

Warum so viel Chardonnay?

Der Regen im August traf vor allem Pinot Noir und Meunier. Der Chardonnay hielt dank dickerer Beerenhaut besser stand. Deshalb liegt sein Anteil bei 61% statt wie sonst um die Hälfte.

Warum gibt es keinen Dom Pérignon ohne Jahrgang?

Weil das Haus keine Cuvées über mehrere Jahre verschneidet. Reicht die Qualität nicht, wird ausgelassen – zuletzt geschehen bei 2011, 2014 und 2016.

Kann ich ihn lagern?

Ja, er ist trinkreif und hält liegend, dunkel und bei konstant 10 bis 12 Grad noch gut ein Jahrzehnt. Der 2017er gilt allerdings als der zugänglichere Typ, nicht als Marathonläufer.

Über das Haus – Dom Pérignon, Épernay

Der Name geht auf Pierre Pérignon zurück, Benediktinermönch und Kellermeister der Abtei Hautvillers im 17. Jahrhundert. Die Marke gehört heute zu Moët & Chandon und damit zur LVMH-Gruppe, wird aber als eigenständiges Haus mit eigenem Kellermeister geführt. Chef de Cave ist Vincent Chaperon, sein Vorgänger war Richard Geoffroy. Der erste Jahrgang war 1921, verkauft wurde er erst 1936.