Livia Fontana
Barbera d'Alba DOC Superiore 2020 Livia Fontana - 75cl
Barbera ist die wichtigste Alltagsrebsorte des Piemont – und im Bezirk Alba die zugängliche Schwester des Nebbiolo. Hohe Säure, mittlere Tannine, dunkle Frucht: Barbera ist der Wein, den die Piemontesen zum täglichen Pasta-Essen trinken. Die "Superiore"-Stufe setzt strengere Vorgaben: mindestens 12.5% Alkohol, mindestens ein Jahr Reifung. Bei Livia Fontana ergibt das einen Barbera mit Substanz – der Mittelstandsklassiker mit Cru-Anspruch.
Barbera – die zugängliche Schwester des Nebbiolo
Im Piemont teilen sich Nebbiolo und Barbera die Aufmerksamkeit. Nebbiolo ist die Sorte für Barolo und Barbaresco – aristokratisch, lagerfähig, teuer. Barbera ist die Volkssorte: höhere Säure, weichere Tannine, mehr Frucht. Sie wuchs traditionell in den weniger guten Lagen, weil die besten Hänge dem Nebbiolo gehörten. Das hat sich geändert – heute kommen aus dem Alba-Bezirk Barbera-Weine von ernsthafter Qualität, die jahrelang halten.
Was "Superiore" bedeutet
Im italienischen Weinrecht bezeichnet "Superiore" eine höhere Qualitätsstufe innerhalb einer DOC. Für Barbera d'Alba Superiore gilt: mindestens 12.5% Alkohol (statt 12%), mindestens ein Jahr Reifung (statt Direktverkauf möglich), strengere Ertragsbeschränkungen. Bei Livia Fontana wird der Wein in slawonischer Eiche ausgebaut – das gibt ihm zusätzliche Struktur und macht ihn lagerfähiger als einen einfachen Barbera.
So schmeckt der 2020er
Im Glas tiefes Rubinrot mit purpurnen Reflexen. In der Nase reife dunkle Kirsche, Brombeere, Pflaume, dazu ein Hauch Lakritz, Tabak und mediterrane Kräuter (Thymian, Lorbeer). Am Gaumen mittelkräftig mit der typischen frischen Säure der Barbera, weichen Tanninen und einem mittellangen, würzigen Abgang. Die Reife ist nach vier Jahren angenehm spürbar – die Aromatik wird tiefer, die Tannine sind integriert.
Passt zu
- Tagliatelle mit Bolognese und Parmesan – der piemontesische Pasta-Klassiker zum piemontesischen Hauswein
- Schweizer Bratwurst mit Rösti und Zwiebelsauce – Hausmannskost mit der Frische des Barbera
- Pizza Margherita mit Büffel-Mozzarella und Basilikum – die Säure des Weins schneidet durch die Tomate (vegetarisch)
Serviervorschlag
Bei 14 bis 16 Grad in einem mittelgrossen Burgunder- oder Bordeaux-Glas. Eine halbe Stunde dekantieren reicht. Trinkreife heute, Lagerpotenzial 3 bis 5 Jahre. Ein Wein für Werktage und Gäste gleichermassen.
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Land | Italien |
| Region | Piemont – Barbera d'Alba DOC Superiore |
| Rebsorte | Barbera, reinsortig |
| Reifung | Mindestens ein Jahr in slawonischer Eiche |
| Alkoholgehalt | 14% |
| Füllmenge | 75cl |
| Weingut | Livia Fontana, Castiglione Falletto |
Häufige Fragen
Was ist Barbera?
Eine autochthone rote Rebsorte des Piemont. Hohe Säure, mittlere Tannine, mit reifer Frucht (Kirsche, Brombeere). Die wichtigste Alltagssorte der Region.
Was unterscheidet Barbera d'Alba von Barbera d'Asti?
Beide DOC. Barbera d'Alba kommt aus dem Bezirk Alba (Langhe + Roero), Barbera d'Asti aus dem Bezirk Asti weiter östlich. d'Alba-Weine sind oft strukturierter, d'Asti-Weine etwas zugänglicher.
Wie lange ist der 2020er haltbar?
Trinkreife heute, Optimum in 2 bis 3 Jahren, Lagerpotenzial 3 bis 5 Jahre.
Hat der Wein Holzkontakt?
Ja, mindestens ein Jahr in slawonischer Eiche – wie bei der Superiore-Stufe gefordert.
Über das Weingut – Livia Fontana, Castiglione Falletto
Vier Generationen in Castiglione Falletto
Das Weingut Livia Fontana liegt in Castiglione Falletto – einem der elf Barolo-Dörfer und für viele die Herzkammer der Barolo-Zone. Hier produziert die Familie Fontana seit vier Generationen Wein, benannt nach der Grossmutter Livia. Heute führen die Brüder Lorenzo und Michele das Haus, weiterhin als familiengeführter Kleinbetrieb.
12 Hektar in den besten Cru-Lagen
Das Weingut bewirtschaftet rund 12 Hektar Reben, verteilt auf einige der renommiertesten Cru-Lagen der Barolo-Zone: Villero und Pernanno (Castiglione Falletto), Bussia (Monforte d'Alba) und Fontanin. Jede Lage hat ihre eigene Bodenstruktur und ihr eigenes Mikroklima – eine Vielfalt, die jeden Cru-Barolo des Hauses unverwechselbar macht.
Klassische Vinifikation, lange Reife
Die Vinifikation folgt der klassischen Barolo-Tradition: lange Mazerationszeiten, Reifung in grossen slawonischen Eichenfässern (botti grandi). Beim Bussia Riserva sogar mehrere Jahre. Die Weine sind nicht für den schnellen Genuss gedacht – sie entwickeln sich über Jahrzehnte.
Roero Arneis & Barbera ergänzen die Barolo-Linie
Neben den Cru-Barolo produziert das Haus auch zugängliche Piemonteser Klassiker: Roero Arneis (Weisswein), Barbera d'Alba Superiore und Langhe Nebbiolo. Plus den Langhe Rosso Insieme – eine Cuvée, die Nebbiolo mit Barbera kombiniert.