Château Lynch-Bages

Pauillac de Lynch-Bages 2020 - 75cl

Preis: SFr. 33.50

Pauillac de Lynch-Bages ist der Drittwein eines der renommiertesten Pauillac-Häuser. Lynch-Bages ist offiziell als Cinquième Cru Classé eingestuft – aber seit Jahrzehnten gilt es als "Super-Second", mit einer Qualität auf zweite-Klasse-Niveau. Was den Erstwein über 200 Franken kostet, ist hier für 33.50 zu haben: derselbe Pauillac-Charakter, jünger trinkreif, vom selben Haus. Familie Cazes seit 1939, klassischer Médoc-Stil.

Drittwein vom Super-Second

Lynch-Bages wurde 1855 als Cinquième Cru Classé eingestuft – die fünfte und letzte Klasse der Bordeaux-Klassifikation. Klingt nach durchschnittlich, ist es aber nicht. Seit Jahrzehnten gilt Lynch-Bages als "Super-Second" – ein inoffizieller Titel für Häuser, die auf dem Niveau der Deuxièmes Crus oder höher arbeiten. Der Pauillac de Lynch-Bages ist der Drittwein des Hauses (nach Echo de Lynch-Bages als Zweitwein) und damit die zugänglichste Tür zu diesem grossen Namen.

Was ein Pauillac so besonders macht

Pauillac ist die berühmteste Bordeaux-Appellation und beheimatet drei der fünf Premiers Crus Classés (Lafite-Rothschild, Mouton-Rothschild, Latour). Pauillac-Weine sind Cabernet-Sauvignon-dominiert, mit der typischen Médoc-Struktur: kraftvolle Tannine, tiefe Frucht (Cassis, Brombeere), Zedernholz und der unverkennbare "Bleistiftmine"-Hauch. Sie sind zur Lagerung gemacht – aber bei einem Drittwein wie diesem schon nach wenigen Jahren zugänglich.

So schmeckt der 2020er

Im Glas tiefes Granatrot. In der Nase Cassis, Brombeere, schwarze Kirsche, dazu Zedernholz, Tabak, ein Hauch Bleistiftmine (typisch Pauillac) und mediterrane Kräuter. Am Gaumen mittelkräftig mit feiner Tanninstruktur, frischer Säure und einem mittellangen, würzigen Abgang. Klassischer Pauillac in zugänglicher Form – die Tannine sind weicher als beim Erstwein, der Wein ist heute schon trinkreif.

Passt zu

  • Lammkarree mit Kräuterkruste und Ratatouille – Bordeaux-Klassiker, der die Tannine balanciert
  • Schweizer Rindsfilet auf Kartoffel-Stampf mit Pfeffersauce – Schweizer Hauptgericht zum Pauillac
  • Aubergine-Caponata mit Pinienkernen und reifem Pecorino – die mediterrane Würze trifft die Cabernet-Aromen (vegetarisch)

Serviervorschlag

Bei 16 bis 18 Grad in einem grossen Bordeaux-Glas. 30 Minuten dekantieren reicht. Trinkreife heute, Lagerpotenzial 5 bis 8 Jahre. Der 2020er war ein hochgelobter Bordeaux-Jahrgang.

 

Weiterführende Informationen zum Produkt

Land Frankreich
Region Bordeaux – Pauillac AOP
Klassifikation Drittwein eines Cinquième Cru Classé / "Super-Second"
Cuvée Cabernet Sauvignon, Merlot
Reifung Französisches Eichenfass
Alkoholgehalt 13.5%
Füllmenge 75cl
Château Lynch-Bages, Pauillac (Familie Cazes)

 

Häufige Fragen

Was ist ein "Super-Second"?

Ein inoffizieller Titel für Bordeaux-Häuser, die offiziell tiefer eingestuft sind, aber auf dem Niveau der Deuxièmes Crus arbeiten. Lynch-Bages ist eines der bekanntesten Beispiele.

Was ist der Unterschied zwischen Erstwein, Zweitwein und Drittwein?

Der Erstwein ist die Spitzen-Cuvée des Hauses. Der Zweitwein (Echo de Lynch-Bages) verwendet Trauben, die nicht für den Erstwein selektioniert wurden. Der Drittwein (Pauillac de Lynch-Bages) kommt aus jüngeren Reben oder Parzellen.

Wie unterscheidet sich Pauillac von anderen Bordeaux-Appellationen?

Pauillac ist Cabernet-Sauvignon-dominiert und produziert die strukturreichsten und lagerfähigsten Bordeaux-Weine. Heimat von Lafite, Mouton und Latour.

Wie lange ist der 2020er haltbar?

Trinkreife heute, Optimum innerhalb 5 bis 8 Jahren.

 

Über das Château – Lynch-Bages, Pauillac

Cinquième Cru – mit Super-Second-Niveau

Lynch-Bages wurde in der 1855er-Klassifikation als Cinquième Cru Classé (5. Klasse) eingestuft. Doch über die Jahrzehnte hat sich das Château weit über diese Position hinaus entwickelt. Heute gehört es zu der Gruppe der "Super-Seconds" – Häuser, die offiziell tiefer eingestuft sind, in Wahrheit aber auf dem Niveau der Deuxièmes Crus arbeiten. Sammler und Bordeaux-Liebhaber haben dem Haus längst Kult-Status zugesprochen.

Familie Cazes seit 1939

Jean-Charles Cazes (der Ältere) erwarb das Château 1939 – mitten im Krieg. Seither ist Lynch-Bages in Familienhand, in dritter Generation: Heute leitet Jean-Charles Cazes (der Jüngere, Enkel des Gründers) das Haus. Familienbesitz über drei Generationen ist in Bordeaux selten geworden – die meisten grossen Châteaux gehören heute Versicherungen, Banken oder Luxuskonzernen.

100 Hektar in Bages, oberhalb von Pauillac

Lynch-Bages liegt im Dörfchen Bages, einem Plateau oberhalb der Hafenstadt Pauillac. 100 Hektar Reben auf typischem Médoc-Kies. Cabernet Sauvignon dominiert mit rund 70 Prozent, Merlot folgt mit etwa 15 bis 20 Prozent, der Rest sind Cabernet Franc und Petit Verdot. Klassische Pauillac-Geometrie: Cabernet als Hauptsorte, Merlot als Ergänzung.

Pauillac-Klassik mit Verlässlichkeit

Was Lynch-Bages so beliebt macht: die Verlässlichkeit. Auch in schwierigen Jahrgängen liefert das Château einen erkennbaren Pauillac mit der typischen Cabernet-Struktur. Die Weine sind kraftvoll, aber zugänglich – nicht so streng wie ein Latour, nicht so opulent wie ein Mouton, dafür mit einem klaren eigenen Stil. Das macht Lynch-Bages zu einer der gesuchtesten Pauillac-Adressen.