R&L Legras

Champagne Legras Brut Blanc de Blancs Grand Cru Saint-Vincent 2012 - 75cl

Preis: SFr. 127.00

R&L Legras Cuvée Saint-Vincent 2012 — die Tête de Cuvée des Familienhauses, eine Verbeugung vor dem Schutzpatron der Winzer. Erstmals 1964 vinifiziert, seither nur 12 Mal produziert — nur in absoluten Ausnahmejahrgängen. 100% Chardonnay aus den ältesten Parzellen in Chouilly Grand Cru, 12 Jahre auf der Hefe in den Kreidekellern, Dosage 4 g/L. Kein Holz, kein Kompromiss. 2012 gilt als einer der grossen Champagne-Jahrgänge des Jahrhunderts. Champagne-Kritiker wie Champagne Club Sommelier nennen den Saint-Vincent «eine der besten Blanc-de-Blancs-Cuvées überhaupt». 127 CHF für einen Champagner, der bei vergleichbaren Häusern (Salon, Krug, Selosse) das Doppelte oder Dreifache kostet.

Saint-Vincent — Schutzpatron der Winzer

In der Champagne wird seit Jahrhunderten am 22. Januar Saint Vincent gefeiert — ein Diakon aus dem 4. Jahrhundert, der Schutzpatron der Winzer. Die Brüder Legras schufen 1964 diese Cuvée als Tribut. Seither wird sie nur produziert, wenn der Jahrgang die Tiefe, Struktur und das Lagerpotenzial dafür hat. In sechzig Jahren also nur 12 Mal. Selten geworden, gesucht, ernst genommen.

2012 — ein Jahrhundertjahrgang

2012 begann schwer: ein langer, kalter Winter, kühler Frühling, dann Hagel und schwere Sommergewitter bis Ende Juli. Erst die Sonne und Wärme im August retteten die Ernte — mit kleinen Mengen, aber von aussergewöhnlicher Qualität. Champagne-Experten reihen 2012 unter die besten Jahrgänge der modernen Geschichte ein. Konzentration, Struktur und gleichzeitig Frische — die seltene Kombination, die einen grossen Vintage definiert.

Die ältesten Parzellen, die längste Reife

Trauben aus den ältesten und am besten exponierten Parzellen des Hauses in Chouilly, oft mit Reben weit über 40 Jahre alt. Niedrige Erträge. Vinifikation ausschliesslich im Edelstahltank — Legras setzt nicht auf Holz, sondern auf die reinste Form des Kreide-Terroirs. 12 Jahre Hefelagerung in den kühlen Kreidekellern unter Chouilly. Dosage 4 g/L — Extra-Brut-Bereich, knochentrocken.

So schmeckt der 2012er

Im Glas leuchtendes Goldgelb mit generoeser, feinperliger Mousse. In der Nase intensiv und gleichzeitig diszipliniert: gelber Apfel, Quittenkonfit, Brioche, Marzipan, Mandelpaste, gelbe Blüten, ein Hauch flambierte Ananas. Am Gaumen erst Cremigkeit und Tiefe — dann setzt die Chouilly-Frische ein und hält den Wein in der Schwebe. Mineralik, salzige Kreide, lang anhaltender Abgang. Ein Champagner, der nicht laut ist — sondern Konzentration im Flüsterton.

Passt zu

  • Turbot mit brauner Butter, Meerrettich und Forellenkaviar — das skandinavisch inspirierte Premium-Pairing zur Tête de Cuvée
  • Schweizer Zürichseer Hummer-Imitat (Egli-Filet) mit Beurre-Blanc und Petersilienöl — die seidige Textur trifft den feinen Fisch
  • Risotto al Tartufo Bianco mit gehobeltem Alba-Trueffel — die Brioche- und Mandel-Aromatik trägt den weissen Trueffel (vegetarisch)
  • Gegrillte Langoustinen mit Langustinen-Schaum und Wirsing — die Salinität hebt die Krustentier-Süsse
  • Kalbsbries mit Morcheln, glänzendem Spinat und Madeira-Reduktion — sogar mit hellem Fleisch funktioniert der Saint-Vincent

Serviervorschlag

Bei 10 bis 12 Grad in einem grossen Weissweinglas — keinesfalls in der Flöte. Vier Stunden im Kühlschrank, dann 20 Minuten vor dem Öffnen rausnehmen. Dekantieren ist ungewöhnlich, aber bei einem Wein dieser Klasse legitim — 30 Minuten im Karaffe machen die Aromatik vielschichtiger. Trinkreif heute, Lagerpotenzial 15 Jahre und mehr nach dem Kauf.

Weiterführende Informationen zum Produkt

Land Frankreich
Region Champagne
Lage Chouilly Grand Cru, Côte des Blancs
Stil Blanc de Blancs, Brut, Jahrgang 2012
Cuvée Saint-Vincent (Tête de Cuvée, seit 1964, nur 12 Jahrgänge)
Rebsorte 100% Chardonnay (älteste Parzellen)
Böden Kreide und Kalkstein
Vinifikation Ausschliesslich Edelstahl, kein Holz
Hefelager 12 Jahre
Dosage 4 g/L (Extra-Brut-Bereich)
Alkoholgehalt 12%
Füllmenge 75cl
Champagnerhaus R&L Legras, Chouilly (gegründet 1808)

Häufige Fragen

Wer war Saint Vincent?

Saint Vincent von Saragossa, ein Diakon aus dem 4. Jahrhundert. Schutzpatron der Winzer in vielen europäischen Weinregionen, einschliesslich Burgund und Champagne. Sein Festtag wird am 22. Januar gefeiert — mit Wein-Prozessionen, Festessen und Verkostungen.

Was bedeutet Tête de Cuvée?

Die «Spitzen-Cuvée» eines Champagnerhauses — der hochwertigste, exklusivste Wein des Sortiments. Bei Moët ist das der Dom Pérignon, bei Veuve Clicquot La Grande Dame, bei Bollinger R.D., bei Krug Clos du Mesnil. Bei R&L Legras ist die Tête de Cuvée der Saint-Vincent.

Warum nur 12 Jahrgänge in 60 Jahren?

Saint-Vincent wird nur in Jahrgängen produziert, in denen Julien Barbier (vorher Gérard Barbier, vorher die Brüder Legras) die nötige Tiefe und das Lagerpotenzial erkennt. In schwachen Jahren oder mittlerer Qualität wird kein Saint-Vincent abgefüllt. Dokumentierte Jahrgänge umfassen unter anderem 1964, 1976, 1985, 1988, 1990, 1996, 2002, 2008 und 2012.

Warum 12 Jahre auf der Hefe?

Lange Hefelagerung gibt die Brioche-, Mandel- und Hefe-Aromatik, die einen Tête-de-Cuvée-Champagner ausmacht. 12 Jahre sind extrem lange — die meisten Premium-Champagner ruhen 5 bis 8 Jahre. Saint-Vincent zeigt dadurch die Tiefe und Komplexität eines reifen Champagners ohne den Verlust von Frische, weil die kühlen Kreidekeller unter Chouilly diese Reifung sehr langsam erlauben.

Wie lange ist der Wein haltbar?

Trinkreif heute, Lagerpotenzial 15 bis 20 Jahre nach dem Kauf. Saint-Vincent ist auf Lagerung ausgelegt — die niedrige Dosage und die langen Reifezeiten machen ihn zu einem der lagerfähigsten Champagner. Mit der Zeit entwickeln sich tertiare Aromen: Honig, getrocknete Aprikose, gerieftes Marzipan, gerostete Nüsse.

Lohnt sich der Preis?

Für vergleichbare Têtes de Cuvée von grösseren Häusern (Krug Clos du Mesnil, Salon, Dom Pérignon P2) zahlst du das Doppelte bis Fünffache. Saint-Vincent ist eine der unbekannten Premium-Cuvées der Champagne — wenig PR-Budget, dafür eine treue Anhängerschaft unter Sommeliers. Wer einen aussergewöhnlichen Champagner sucht, ohne für die Marke zu bezahlen, ist hier richtig.

Über das Champagnerhaus — R&L Legras, Chouilly

1808 — Honoré Legras pflanzt die ersten Reben

Die Wurzeln der Familie Legras in Chouilly reichen ins 16. Jahrhundert zurück. 1808 beginnt Honoré Legras systematisch Weinberge in einem der schönsten Bereiche der Côte des Blancs anzulegen. Sechs Generationen später ist daraus eines der präzisesten Grower-Champagnerhäuser der Region geworden.

1950er — die Brüder René und Lucien gründen das moderne Haus

Die Brüder René und Lucien Legras («R&L») etablieren das Haus als «récoltant-manipulant». 1964 schaffen sie die Cuvée Saint-Vincent als Tribut an den Schutzpatron der Winzer.

Heute — Julien Barbier in der 6. Generation

Gérard Barbier führte das Haus über 30 Jahre, heute ist sein Sohn Julien verantwortlich. Rund 5 Hektar Reben, ausschliesslich in Chouilly (Grand Cru), 100% Chardonnay, Durchschnittsalter rund 40 Jahre.

Auf den Karten der Pariser Sterneküche

Hauschampagner der Tour d'Argent (Steven Spurrier brachte den Wein dorthin) und auf den Karten von Guy Savoy ***, L'Astrance ***, Maison Lameloise ***, Pavillon Ledoyen ***, Plaza Athénée ***.