Bellavista

Bellavista Alma Assemblage 2

Inhalt
Preis: SFr. 19.90

Bellavista Alma Assemblage 2 — die neue Ära des Franciacorta-Hauses. Seit 2025 trägt die bekannte «Alma Grande Cuvée» den Namen «Alma Assemblage» mit fortlaufender Nummerierung. Hinter dieser Neuauflage stehen Francesca Moretti (Tochter des Gründers) und Richard Geoffroy — über 28 Jahre Kellermeister bei Dom Pérignon, jetzt Berater bei Bellavista. Extra Brut, 60 Parzellen aus 10 von 19 Franciacorta-Gemeinden, 91 Grundweinselektionen, 30 Monate auf der Hefe, hand-gerüttelt. Mehr Pinot-Nero-Anteil, mehr Weisseiche-Reifung, weniger Dosage als früher. Gambero Rosso nennt Bellavista «die Ikone des Franciacorta in der Welt». In Rom wird mehr Bellavista als Wasser getrunken — sagt man jedenfalls. Bei uns ab 19.90 CHF (37.5cl).

Was «Assemblage 2» bedeutet

2025 hat Bellavista ein neues Kapitel aufgeschlagen: Die Hauscuvée «Alma Grande Cuvée Brut» wurde neu interpretiert und in «Alma Assemblage» umbenannt. Jede neue Edition trägt eine fortlaufende Nummer (1, 2, 3…) statt eines klassischen Jahrgangs — wie bei Krug Grande Cuvée mit ihren «Editions». «Assemblage 2» basiert auf dem Grundwein-Jahrgang 2022 mit Reserveweinen aus mehreren früheren Jahrgängen. Die «2» ist also kein Jahrgang, sondern eine Edition.

Das neue Team: Francesca Moretti + Richard Geoffroy

Seit 2022 berät Richard Geoffroy das Bellavista-Team. Geoffroy war 28 Jahre lang Chef de Cave bei Dom Pérignon — die wichtigste Person hinter einer der ikonischsten Champagner-Cuvées der Welt. An seiner Seite: Francesca Moretti, Tochter des Bellavista-Gründers Vittorio Moretti, die heute das Haus leitet. Die Botschaft des neuen Duos: Franciacorta muss aufhören, sich an Champagner zu messen, und seinen eigenen Stil mit Stolz finden. Mit Marco Simonit (international anerkannter Rebschnitt-Experte) als drittem Berater.

129 Parzellen, 91 Grundweine, 60 ausgewählt

Bellavista bewirtschaftet rund 190 Hektar in der Franciacorta — etwa 8% der gesamten DOCG-Fläche. Daraus werden 129 Parzellen einzeln vinifiziert. Für die Alma-Trilogie (Assemblage, Rosé, Non Dosato) werden 60 davon ausgewählt, verteilt auf 10 der 19 Franciacorta-Gemeinden. Aus diesen 60 Parzellen entstehen 91 verschiedene Grundwein-Selektionen — eine schwindelerregende Komplexität, die in der finalen Assemblage zusammenkommt.

Was sich gegenüber der alten Grande Cuvée geändert hat

Die alte «Alma Grande Cuvée Brut» war 80% Chardonnay, 19% Pinot Nero, 1% Pinot Bianco — dominiert vom Chardonnay. Die neue «Assemblage» kehrt das tendenziell um: deutlich mehr Pinot Nero, das dem Wein Struktur und Spannung gibt. Hefelager auf 30 Monate verkürzt (von 36). Dosage minimiert — jetzt offiziell Extra Brut statt Brut. Mehr Grundweine reifen in kleinen Weisseiche-Fässern, was die aromatische Tiefe steigert. Die Rüttelung erfolgt weiterhin von Hand — bei einer Produktion von rund einer Million Flaschen ein bemerkenswerter handwerklicher Aufwand.

So schmeckt der Assemblage 2

Im Glas leuchtendes Strohgelb mit feiner, persistenter Perlage. In der Nase mediterrane Blumen, lebhafte Zitrusnoten, dahinter komplexe Aromen von Brioche, Gebäck und getrockneter Grapefruit. Am Gaumen dynamisch und straff — das ist der entscheidende Stilwechsel. Frische und Mineralität dominieren, der Abgang ist lang und kristallklar mit einer salzigen, kreidigen Note. Weniger «cremig-gefällig» als die alte Grande Cuvée, dafür mehr Spannung und Charakter.

Passt zu

  • Schweizer Felchen-Tatar mit Kapern, Schalotte und Crostini — die Mineralität trifft den Süsswasserfisch perfekt
  • Risotto al Salto mit Safran und Parmigiano — Mailänder Klassiker zum Lombardei-Schaumwein (vegetarisch)
  • Carpaccio vom Thunfisch mit Olivenöl, Zitronenzeste und Kapern — die straffe Säure schneidet durch das Öl
  • Vitello Tonnato mit Kapern, Sardellen und Sellerie — italienischer Apéro-Klassiker zur italienischen Antwort auf Champagner
  • Sushi und Nigiri mit Lachs, Yellowtail und Thunfisch — die feine Perlage und Mineralik tragen die rohe Fisch-Aromatik

Serviervorschlag

Bei 8 bis 10 Grad in einem bauchigen Weissweinglas oder grossen Tulpenkelch — nicht in der schmalen Flöte. Drei Stunden im Kühlschrank, dann sofort öffnen. Trinkreif heute, lagerfähig bis 5 Jahre.

Auch als 37.5cl und Magnum (150cl)

Drei Formate: 37.5cl (19.90 CHF) — die halbe Flasche für zwei, ohne Reste zu produzieren. 75cl (33 CHF) — der Standard für vier bis fünf Apéro-Gläser. 150cl Magnum (74 CHF) — für 8 bis 10 Personen, festliche Anlässe, und mit dem zusätzlichen Bonus, dass Schaumwein in der Magnum eleganter und langsamer altert.

Weiterführende Informationen zum Produkt

Land Italien
Region Lombardei, Franciacorta (Erbusco, Provinz Brescia)
Klassifikation Franciacorta DOCG, Extra Brut
Cuvée Alma Assemblage 2 (Edition 2, Grundwein-Basis 2022)
Rebsorten Chardonnay und Pinot Nero (neuer Stil mit höherem Pinot-Nero-Anteil)
Parzellen 60 Parzellen aus 10 von 19 Franciacorta-Gemeinden
Grundwein-Selektionen 91 Selektionen plus Reserveweine
Vinifikation Hand-Lese, Mosto Fiore, ein Teil in Weisseiche-Fässern, 30 Mt Hefelager
Rüttelung Von Hand (bei rund 1 Mio. Flaschen Produktion)
Önologisches Team Francesca Moretti + Richard Geoffroy (Ex-Dom Pérignon)
Alkoholgehalt 12,5%
Füllmengen 37.5cl, 75cl oder 150cl (Magnum)
Weingut Bellavista, Erbusco (Familie Moretti seit 1977)

Häufige Fragen

Wieso «Assemblage 2» und nicht ein Jahrgang?

Bellavista wollte mit der neuen Ära auch die Etiketten-Logik vereinfachen. Statt «Brut 2022» mit Jahrgangsmissverständnissen heisst die Cuvée jetzt «Assemblage 2» — eine fortlaufende Edition. Wie bei Krug Grande Cuvée Edition 171, 172 oder bei manchen anderen Premium-Schaumweinen. So weiss man sofort: das ist nicht ein Vintage-Schaumwein aus einem einzigen Jahr, sondern eine sorgfältige Assemblage aus dem aktuellen Grundwein-Jahrgang plus Reserveweinen mehrerer früherer Jahre.

Wer ist Richard Geoffroy?

Eine Legende der Champagne. Von 1990 bis 2018 war Geoffroy Chef de Cave bei Dom Pérignon — also direkt verantwortlich für eine der prestigeträchtigsten Schaumweincuvées der Welt. Nach seinem Ausscheiden bei LVMH hat er seine Beraterdienste mehreren Weingütern weltweit zur Verfügung gestellt, darunter Bellavista. Sein Ziel hier: Franciacorta von der ständigen «kleine Schwester des Champagners»-Rolle zu befreien und seinen eigenen Stil zu schärfen.

Was ist Franciacorta?

Italiens wichtigste Schaumwein-Region nach klassischer Methode (Flaschengärung) — die italienische Antwort auf Champagner. Liegt in der Lombardei, südlich des Lago d'Iseo in der Provinz Brescia. Franciacorta DOCG seit 1995. Hauptsorten: Chardonnay (dominiert), Pinot Nero, Pinot Bianco. Top-Adressen: Bellavista, Ca' del Bosco, Ferghettina, Berlucchi.

Was bedeutet Extra Brut?

Extra Brut steht für eine Dosage von weniger als 6 g/L Restzucker — knochentrocken. Der frühere Alma Grande Cuvée Brut hatte mehr Dosage. Mit Geoffroys Einfluss wurde der Stil bewusst trockener, präziser, terroir-fokussierter. Weniger Zucker = weniger Polster = mehr direkte Mineralik und Säure-Spannung im Glas.

Wieso 30 Monate statt 36?

Bewusste Stilentscheidung. Mehr Hefelager = mehr Brot-, Brioche- und Mandel-Aromen. Geoffroy wollte den Stil leichter, frischer, primärfruchtiger machen — und das funktioniert mit 30 Monaten besser als mit 36. Trotzdem ist 30 Monate noch deutlich über dem DOCG-Mindestmass für Non-Vintage (18 Monate). Es ist nicht «zu wenig» — es ist «genau richtig» für den neuen Stil.

Wie lange ist der Wein haltbar?

Trinkreif heute, lagerfähig 3 bis 5 Jahre. In der Magnum (150cl) noch länger — sie altert eleganter. Mit der Zeit entwickelt der Wein zusätzliche Brot- und Mandel-Noten, ohne die Frische zu verlieren.

Über das Weingut — Bellavista, Erbusco (Franciacorta)

1977 — Vittorio Moretti gründet Bellavista

Vittorio Moretti, ursprünglich Bauunternehmer aus Brescia, kauft Anfang der 1970er ein Stück Land auf dem «Bellavista»-Hügel bei Erbusco. Der Name beschreibt die Aussicht: Lago d'Iseo, Po-Ebene und Alpen, alles vom Hügel aus sichtbar. 1977 die offizielle Gründung der Weinkellerei; 1979 die erste Bellavista-Franciacorta-Flasche.

190 Hektar — 8% der DOCG

Heute besitzt Bellavista rund 190 Hektar Reben in 10 verschiedenen Franciacorta-Gemeinden — das entspricht etwa 8% der gesamten DOCG-Fläche. Produktion: rund 1,5 Millionen Flaschen pro Jahr. Über 1 Kilometer unterirdische Keller. Bewirtschaftung biologisch, mit Marco Simonit als Rebschnitt-Berater.

Mattia Vezzola und der Bellavista-Stil

Von 1981 bis 2020 prägte Önologe Mattia Vezzola den Bellavista-Stil — Gambero Rosso «Önologe des Jahres 2008». Vezzola etablierte den Ansatz mit 15% Reifung in 228-Liter-Weisseiche-Fässern (nur als Mikrooxidation, ohne Holzaromen) und gemacht Bellavista zu «der Ikone des Franciacorta in der Welt» (Gambero Rosso).

Heute — Francesca Moretti und Richard Geoffroy

Francesca Moretti, Tochter des Gründers, leitet das Haus heute. Seit 2022 mit Richard Geoffroy (Ex-Chef de Cave Dom Pérignon) als Berater. Die «Alma Assemblage»-Trilogie (Assemblage, Rosé, Non Dosato) ist das erste sichtbare Resultat dieser neuen Ära. Bellavista wird in Rom häufiger getrunken als Wasser, sagt man im Witz — die Wahrheit dahinter: in der italienischen Sterneküche und an der Mailänder Scala ist Bellavista der Hausschaumwein schlechthin.