Bodegas Sei Solo

Sei Solo DO Ribera del Duero 2021

Preis: SFr. 67.00

Sei Solo DO Ribera del Duero 2021 – der kühle, klassische Jahrgang der Bach-Hommage von Javier Zaccagnini. Mehr Frische, ausgeprägtere Säure, präzisere Aromatik als der üppigere 2020er. 100% Tinto Fino aus 60–90 Jahre alten Reben in La Horra. 16 Monate französische Eiche. Burgundische Eleganz, mineralische Tiefe.

Was den Sei Solo 2021 besonders macht

Drei Faktoren machen diesen Jahrgang aussergewöhnlich: der kühle Jahrgangscharakter (mehr Frische und Präzision als der wärmere 2020er – ideal für Liebhaber klassischer, eleganter Weine), die burgundische Stilistik (Finesse statt Wucht, Eleganz statt Konzentration – selten in der Ribera del Duero!) und die kompromisslose Vision von Javier Zaccagnini († 2023, Ex-Präsident des Consejo Regulador und Mitgründer von Aalto). Wir bei Réka mögen den 2021er besonders gerne als präzise Spielform der Sei-Solo-Schule – ein Wein, der die Eleganz des Hauses noch deutlicher zeigt.

2021 – ein klassischer, kühler Jahrgang

Nach dem warmen 2020er war 2021 in der Ribera del Duero ein deutlich kühlerer und klassischerer Jahrgang. Resultat: ein Sei Solo mit mehr Frische, ausgeprägterer Säure und präziserer Aromatik. Die Frucht wirkt klarer, die mineralische Prägung deutlicher – ein Wein, der die Sei-Solo-Handschrift in ihrer reinsten Form zeigt. Für Liebhaber von Eleganz und Spannung der wahrscheinlich aufregendere der beiden Jahrgänge.

Die Bach-Hommage – ein Wein wie ein Solostuck

Der Name des Weins ist eine Hommage an ein Lieblingswerk des Gründers: «Sei Solo a Violino senza Basso accompagnato» von Johann Sebastian Bach – sechs Solosonaten und -partiten für Violine, eine der grössten Kompositionen der Musikgeschichte. Pure Reduktion. Höchste Präzision. Ein einziges Instrument im Mittelpunkt. Genau das wollte Zaccagnini im Wein erreichen.

Javier Zaccagninis Lebensprojekt

Javier Zaccagnini (1954–2023), Ex-Präsident des Consejo Regulador Ribera del Duero und Mitgründer von Aalto, arbeitete seit 2007 im Verborgenen an «seinem» Ribera del Duero – einem Wein, der zwar ein Ribera del Duero sein sollte, aber stilistisch mehr seinem persönlichen Geschmack entgegenkäme: Finesse, Nuancenreichtum und Eleganz. Javier Zaccagnini ist am 8. Januar 2023 im Alter von 69 Jahren verstorben. Sein Sohn Michael führt sein Werk weiter – der 2021er ist einer der ersten Jahrgänge dieser Übergangszeit.

Vinifikation – Parzelle für Parzelle

Die Weinlese erfolgt manuell in kleinen Kisten. Die Trauben werden entrappt und kalt mazeriert, dann in Edelstahltanks unterschiedlicher Grösse separat – Parzelle für Parzelle – vergoren. Anschliessend 16 Monate Reifung in 600-Liter-Fässern aus französischer Eiche. 100% Tinto Fino (Tempranillo). 14.5% Vol. 6.33 ha aus den ältesten Parzellen.

So schmeckt er

Auge: dunkles Rubin mit purpurnen Reflexen. Nase: klare, frische, dunkle Frucht – Brombeeren, Heidelbeeren und Cassis, deutlich frischer und mineralischer als der 2020er. Ein Hauch Veilchen, dezente Würze, feine Kaffeenote. Gaumen: geschmeidig mit ausgeprägter, frischer Säure und feinem, geschliffenem Tannin – präziser und straffer als der 2020er. Abgang: langer, eleganter Nachhall mit anhaltender Frische und mineralischer Tiefe.

Foodpairing

Der frischere, präzisere Stil des 2021ers passt zu Tischen, an denen Eleganz gefragt ist: Lammkeule mit Kräuterkruste, Wildgerichte (Reh, Hirsch), Schmorbraten, Steinpilzrisotto, gereifter Hartkäse (Manchego, alter Sbrinz), klassische spanische Tapas. Schweizer Klassiker: Capuns mit Bündnerfleisch oder eine herbstliche Wildplatte mit Spaetzli.

Servier-Empfehlung

Bei 16–18°C in einem grossen Rotweinglas servieren – 30 bis 45 Minuten vor dem Genuss dekantieren, damit die Frucht-, Mineral- und Kaffeenoten und das feine, geschliffene Tannin des Sei Solo vollständig zur Geltung kommen.

 

Weiterführende Informationen zum Produkt

Land Spanien
Region Ribera del Duero (DO)
Lage La Horra, 6.33 ha aus 28 Parzellen, Reben 60–90 Jahre
Rebsorte Tinto Fino (Tempranillo), reinsortig
Jahrgangscharakter Kühl, klassisch – mehr Frische und Präzision als der 2020er
Vinifikation Handlese, Edelstahltanks parzellenweise vergoren
Reifung 16 Monate in 600-Liter-Fässern aus französischer Eiche
Alkoholgehalt 14.5%
Trinkfenster Heute trinkreif, Optimum in 3–5 Jahren, Lagerpotenzial 5–8 Jahre
Füllmenge 75cl
Weingut Bodegas Sei Solo, La Horra

 

Häufige Fragen

Wie schmeckt der 2021er anders als der 2020er?

2021 war kühler und klassischer – mehr Frische, ausgeprägtere Säure, präzisere Aromatik. 2020 war ein wärmerer, üppigerer Jahrgang mit reifer Frucht, mehr Volumen und weicherem Tannin. Beide tragen die Sei-Solo-Handschrift, zeigen aber je den Charakter ihres Jahrgangs. Für Liebhaber präziser, klassischer Weine ist 2021 die spannendere Wahl, für Liebhaber üppigerer, fruchtbetonter Weine der 2020er.

Was ist der Unterschied zwischen Sei Solo und Preludio?

Sei Solo (der Erstwein) kommt aus den ältesten und besten Parzellen, 16 Monate französische Eiche, das Lebenswerk Zaccagninis. Preludio (33.50 CHF) ist der Zweitwein – aus jüngeren Reben oder weniger streng selektionierten Parzellen. Gleiche Handschrift, gleiches Terroir, früher trinkreif. Beide im mehrwein.ch-Sortiment.

Warum die Bach-Hommage?

Javier Zaccagnini war begeisterter Klassik-Liebhaber. Sei Solo ist nach Bachs «Sei Solo a Violino senza Basso accompagnato» (sechs Solostucke für Violine ohne Begleitung) benannt – ein Werk der absoluten Reduktion auf das Wesentliche, höchster Präzision und Eleganz. Genau das wollte er im Wein erreichen: ein einziges Instrument (eine Rebsorte) im Mittelpunkt, kein «Begleitorchester» aus Holzeinfluss oder Konzentration.

Was ist Tinto Fino?

Tinto Fino ist die lokale Bezeichnung für Tempranillo in der Ribera del Duero. Im Vergleich zur Rioja-Variante ist Tinto Fino oft kraftvoller, dichter und mit dunkleren Frucht-Anklangen – die Folge des extremen kontinentalen Klimas (heisse Tage, kalte Nächte) und der hohen Lagen rund um den Duero-Fluss. Beim Sei Solo wird daraus ein eleganter, mineralischer Stil.

Wie lange ist der 2021er haltbar?

Heute trinkreif, Optimum in 3 bis 5 Jahren, Lagerpotenzial 5 bis 8 Jahre. Aufrecht stehend lagern, kühl (12–16°C) und vor Licht geschützt. Der kühle Jahrgang gibt dem 2021er eine besonders schoene Lagerbeständigkeit – die Frische trägt den Wein lange.

 

Über das Weingut – Bodegas Sei Solo, La Horra

Javier Zaccagnini – ein Lebensprojekt in La Horra

Javier Zaccagnini (1954–2023) war eine Schlüsselfigur der modernen Ribera del Duero. Vor Sei Solo war er Direktor des spanischen Weinkonsortiums und General Manager bei Aalto. 2007 startete er sein eigenes Projekt in La Horra: Sei Solo. Es war sein Lebenswerk, das er mit Hingabe bis zu seinem Tod 2023 verfolgte. Heute führt sein Sohn Michael Zaccagnini die Bodega in seinem Sinne weiter.

33 Hektar in 28 Parzellen

Sei Solo bewirtschaftet 33 Hektar Reben in La Horra (Ribera del Duero), verteilt auf 28 verschiedene Parzellen. Die Reben sind 60 bis 90 Jahre alt, im Buschrebenstil ausgeschnitten. Tinto Fino auf Lehm-Schiefer-Boden, 800 Meter Höhe. Für den Erstwein Sei Solo werden 6.33 ha der ältesten Parzellen selektioniert.

Eleganz statt Wucht

Der Sei-Solo-Stil ist bewusst anders als die meisten Ribera-Weine: weniger Holz, weniger Konzentration, mehr Eleganz und Frische. Zaccagnini wollte zeigen, dass die Ribera del Duero auch feine, präzise Weine kann – nicht nur kraftvolle Tanninbomben.

Auch im Sortiment: Preludio + Sei Solo 2020

Im mehrwein.ch-Sortiment auch der Preludio de Sei Solo 2020 + 2021 (33.50 CHF) als Zweitwein und der Sei Solo 2020 (67 CHF) – der wärmere, üppigere Schwester-Jahrgang.