Bodegas Sei Solo

Preludio de Sei Solo DO Ribera del Duero 2021

Inhalt
Preis: SFr. 33.50

Preludio de Sei Solo ist der jüngere Bruder des Sei Solo – die zugängliche Tür zu Javier Zaccagninis Lebensprojekt in La Horra. Aus 60- bis 90-jährigen Tinto-Fino-Reben über 28 Parzellen verteilt. Klassische Ribera del Duero, aber im Sei-Solo-Stil: Eleganz statt Wucht, präzise Frucht, feine Tanninstruktur. Der 2021er war ein kühlerer, klassischerer Jahrgang als der 2020er – mit ausgeprägter Frische und einem Hauch mehr Spannung.

Was ein "Preludio" ist

Der Name ist eine Hommage an Bach – wie das ganze Sei-Solo-Projekt. "Preludio" bezeichnet bei Bach das Vorspiel, das den Hörer in das Werk einführt. Genau diese Rolle spielt der Preludio im Sortiment von Sei Solo: er ist der jüngere, zugänglichere Wein – das, was man hört, bevor das eigentliche Konzert beginnt. Trauben aus den gleichen Parzellen wie der Erstwein Sei Solo, aber jüngere Reben oder weniger streng selektioniert. Gleicher Stil, früher trinkreif, deutlich günstiger.

28 Parzellen, 60 bis 90 Jahre alte Reben

Sei Solo besitzt insgesamt 33 Hektar Reben in der Ribera del Duero, verteilt auf 28 verschiedene Parzellen rund um La Horra. Die Reben sind 60 bis 90 Jahre alt – im Buschrebenstil, ohne Drahtsystem, wie der Weinbau hier traditionell aussah. Tinto Fino (die Ribera-Variante des Tempranillo), Lehm-Schiefer-Boden, 800 Meter über Meer. Die Vielzahl der Parzellen erlaubt eine fein abgestufte Auswahl: die besten Trauben gehen in den Sei Solo, die etwas jüngeren Reben in den Preludio.

So schmeckt der 2021er

Im Glas tiefes Granatrot. In der Nase frische dunkle Frucht – Brombeere, Kirsche, Pflaume –, dazu Veilchen, ein Hauch Lakritz und mediterrane Kräuter (Thymian, Rosmarin). Am Gaumen mittelkräftig mit feiner Tanninstruktur, präsenter Säure und mittellangem, würzigem Abgang. Der 2021er war ein kühlerer, klassischerer Jahrgang als der 2020er – mehr Frische, weniger Üppigkeit, ein Hauch mehr Spannung. Klassische Ribera in eleganter Sei-Solo-Handschrift.

Passt zu

  • Lammkarree mit Knoblauch und Rosmarin – die klassische Begleitung für reife Ribera-Weine
  • Schweizer Wildschwein-Pfeffer mit Spätzli und glasierten Kastanien – die Wildaromen treffen die Tinto-Fino-Würze
  • Gegrillte Aubergine mit Tahini, Granatapfel und Petersilie – die mediterrane Würze trifft die rote Frucht (vegetarisch)

Serviervorschlag

Bei 16 bis 18 Grad in einem grossen Burgunderglas. Eine Stunde dekantieren reicht. Trinkreife heute, Lagerpotenzial 5 bis 8 Jahre, Magnum entsprechend länger.

 

Weiterführende Informationen zum Produkt

Land Spanien
Region Ribera del Duero (DO)
Lage La Horra, 28 Parzellen, Reben 60–90 Jahre
Rebsorte Tinto Fino (Tempranillo), reinsortig
Reifung Französisches Eichenfass
Alkoholgehalt 14%
Füllmenge 75cl oder 150cl (Magnum)
Weingut Bodegas Sei Solo, La Horra

 

In welchem Format?
  • Standard (75cl) – 33.50 CHF – Die klassische Flasche, perfekt für Tisch und Vorrat.
  • Magnum (150cl) – 68 CHF – Magnums altern langsamer und gleichmässiger als Standardflaschen. Das ideale Format für längere Lagerung oder grössere Anlässe.

 

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Preludio und Sei Solo?

Preludio kommt aus jüngeren Reben oder weniger streng selektionierten Parzellen. Sei Solo (der Erstwein) aus den ältesten und besten Parzellen. Gleiche Handschrift, gleiches Terroir, früher trinkreif.

Warum die Bach-Hommage?

Javier Zaccagnini, der Gründer, war begeisterter Klassik-Liebhaber. Sei Solo ist nach Bachs "Sei Solo a Violino" (sechs Solostücke für Violine) benannt – ein Werk der absoluten Reduktion auf das Wesentliche. Genau das wollte er im Wein erreichen.

Wie schmeckt der 2021er anders als der 2020er?

2020 war ein wärmerer, üppigerer Jahrgang mit mehr reifer Frucht. 2021 war kühler und klassischer – mehr Frische, ausgeprägtere Säure, präzisere Aromatik.

Wie lange ist der 2021er haltbar?

Trinkreife heute, Optimum in 3 bis 5 Jahren, Lagerpotenzial 5 bis 8 Jahre.

 

Über das Weingut – Bodegas Sei Solo, La Horra

Javier Zaccagnini – ein Lebensprojekt in La Horra

Javier Zaccagnini (1954–2023) war eine Schlüsselfigur der modernen Ribera del Duero. Vor Sei Solo war er Direktor des spanischen Weinkonsortiums und General Manager bei Aalto. 2007 startete er sein eigenes Projekt in La Horra: Sei Solo. Es war sein Lebenswerk, das er mit Hingabe bis zu seinem Tod 2023 verfolgte. Heute führt sein Sohn Michael Zaccagnini die Bodega in seinem Sinne weiter.

33 Hektar in 28 Parzellen

Sei Solo besitzt 33 Hektar Reben in La Horra (Ribera del Duero), verteilt auf 28 verschiedene Parzellen. Die Reben sind 60 bis 90 Jahre alt, im Buschrebenstil ausgeschnitten. Tinto Fino auf Lehm-Schiefer-Boden, 800 Meter Höhe. Die Vielfalt der Parzellen erlaubt eine fein abgestufte Auswahl und ergibt das komplexe Profil der Sei-Solo-Weine.

Eleganz statt Wucht

Der Sei-Solo-Stil ist bewusst anders als die meisten Ribera-Weine: weniger Holz, weniger Konzentration, mehr Eleganz und Frische. Zaccagnini wollte zeigen, dass die Ribera del Duero auch feine, präzise Weine kann – nicht nur kraftvolle Tanninbomben. Diese Stilrichtung machte ihn zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der modernen spanischen Weinszene.

Die Bach-Hommage

Der Name "Sei Solo" stammt von Bachs "Sei Solo a Violino senza Basso accompagnato" – sechs Solostücke für Violine ohne Begleitung, eines der bedeutendsten Werke der westlichen Klassik. Zaccagnini, leidenschaftlicher Klassik-Liebhaber, sah Parallelen: pure Reduktion, höchste Präzision, ein einziges Instrument (eine Rebsorte) im Mittelpunkt. Tim Atkin gab dem Sei Solo 97 Punkte. Heute ist die Bodega ein Geheimtipp unter Spanien-Liebhabern.