Dominio de Pingus

Pingus DO Ribera del Duero 2022 Dominio de Pingus

Inhalt
Preis: SFr. 990.00

Pingus ist der berühmteste spanische Wein der Welt. 1995 vom dänischen Önologen Peter Sisseck in Quintanilla de Onésimo aus 4,5 Hektar uralter Tinto-Fino-Reben geschaffen – und sofort zur Kult-Ikone geworden. 1997 ging ein Teil der US-Lieferung in einem Schiffbruch verloren – die wenigen geretteten Flaschen wurden zur Legende. Heute zählt Pingus zu den teuersten und gesuchtesten Weinen der Welt. Der 2022er ist ein hochgelobter Ribera-Jahrgang.

Wie ein Däne den berühmtesten Wein Spaniens schuf

Peter Sisseck wuchs in Dänemark auf und studierte in Bordeaux Önologie. Anfangs der 1990er kam er nach Spanien, um seinem Onkel beim Aufbau der Hacienda Monasterio in der Ribera del Duero zu helfen. Bei seinen Streifzügen entdeckte er in Quintanilla de Onésimo einen vergessenen Weinberg mit uralten Tinto-Fino-Reben. 1995 vinifizierte er erstmals einen Wein nur aus diesen Trauben – Pingus. Robert Parker bewertete den Jahrgang mit Spitzenwerten. Innerhalb weniger Jahre wurde Pingus zum teuersten Wein Spaniens.

4,5 Hektar uralter Reben

Pingus stammt aus zwei Parzellen mit insgesamt 4,5 Hektar – winzig im Vergleich zu anderen berühmten Weingütern. Die Reben sind 60 bis 90 Jahre alt, im Buschrebenstil ausgeschnitten, ohne Drahtsystem. Tinto Fino (die Ribera-Variante des Tempranillo) auf Lehm-Schiefer-Boden, 800 Meter über Meer. Die Erträge sind extrem niedrig – etwa 15 Hektoliter pro Hektar (zum Vergleich: in Bordeaux sind 50 hl/ha üblich). Was im Glas landet, ist die destillierte Essenz dieser Reben.

Biodynamisch, minimaler Eingriff

Sisseck arbeitet seit Anfang an biodynamisch – im Weinberg und im Keller. Keine künstlichen Hefen, keine Kühlung, keine Filtration, keine Schönung. Reifung in französischen Eichenfässern (rund 25 Monate). Das Ziel: möglichst wenig zwischen Reben und Glas. Das Resultat: ein Wein, der das Terroir und den Jahrgang in einer Reinheit zeigt, die in dieser Liga selten ist.

So schmeckt der 2022er

Im Glas tiefes Granatrot mit purpurnen Reflexen. In der Nase intensive dunkle Frucht – Brombeere, schwarze Kirsche, Pflaume –, dazu Veilchen, Lakritz, ein Hauch Tabak und feine Würze (schwarzer Pfeffer, Kakao). Am Gaumen vollmundig und kraftvoll mit feiner Tanninstruktur, präsenter Säure und einem unendlich langen Abgang. Der 2022er hat die typische Pingus-Konzentration ohne Wucht – Eleganz auf höchstem Niveau.

Passt zu

  • Iberico-Schwein (Pluma) vom Grill mit Pimentón und Olivenöl – spanisches Spitzenfleisch zum spanischen Ikonen-Wein
  • Schweizer Hirschrücken mit Steinpilzen, Kastanien und Trüffel-Spätzli – die Wildaromen treffen die Konzentration
  • Reife spanische Manchego- und Cabrales-Käse mit Quitten und Honig – Käse von Format zum Wein von Format (vegetarisch)

Serviervorschlag

Bei 16 bis 18 Grad in einem grossen Burgunderglas. Mindestens zwei Stunden dekantieren, idealerweise vier. Der 2022er entwickelt sich über Stunden im Glas. Trinkreife in 5 bis 10 Jahren, Lagerpotenzial bis weit nach 2050. Ein Wein für die Karaffe und die Zeit.

 

Weiterführende Informationen zum Produkt

Land Spanien
Region Ribera del Duero (DO)
Lage Quintanilla de Onésimo, 4,5 ha uralter Reben (60–90 Jahre)
Rebsorte Tinto Fino (Tempranillo), reinsortig
Anbau Biodynamisch (zertifiziert)
Reifung ~25 Monate französisches Eichenfass
Alkoholgehalt 14.5%
Füllmenge 75cl, 150cl oder 300cl
Weingut Dominio de Pingus, Peter Sisseck

 

In welchem Format?

Pingus 2022 ist in drei Flaschengrössen erhältlich:

  • Standard (75cl) – 990 CHF – Die klassische Flasche
  • Magnum (150cl) – 1990 CHF – Magnums altern langsamer und gleichmässiger als Standardflaschen. Für lange Lagerung das ideale Format – die Profis trinken Pingus aus Magnum.
  • Doppelmagnum (300cl) – 4200 CHF – Vier Flaschen in einer. Das absolute Sammlerformat, mit der besten Reifekurve und maximalem Auftrittseffekt.

 

Häufige Fragen

Warum ist Pingus so teuer?

Extrem niedrige Erträge (~15 hl/ha vs. ~50 in Bordeaux), nur 4,5 Hektar, 100% manuelle Arbeit, biodynamisch, minimaler Eingriff. Die Produktion ist auf wenige hundert Kisten pro Jahr begrenzt.

Was ist Tinto Fino?

Die Ribera-del-Duero-Variante des Tempranillo. Auf den höher gelegenen, kühleren Lagen der Ribera entwickelt die Sorte mehr Struktur und Komplexität als anderswo.

Wie lange muss man Pingus lagern?

Trinkreife in 5 bis 10 Jahren, Optimum 10 bis 25 Jahre nach Jahrgang. Top-Jahrgänge halten 30 Jahre und länger.

Was unterscheidet Pingus von Flor de Pingus?

Pingus kommt aus den 4,5 Hektar uralter Reben. Flor de Pingus ist der Zweitwein aus jüngeren Reben – mehr Volumen, früher trinkreif, deutlich günstiger.

 

Über das Weingut – Dominio de Pingus, Quintanilla de Onésimo

Peter Sisseck – vom Bordeaux-Önologen zum Spanien-Pionier

Peter Sisseck stammt aus Dänemark, studierte in Bordeaux Önologie und arbeitete zunächst in Pomerol. Anfangs der 1990er ging er nach Spanien, um seinem Onkel beim Aufbau der Hacienda Monasterio zu helfen. Dort entwickelte er die Vision, was die Ribera del Duero mit kompromissloser Qualitätsarbeit kann. Pingus war seine Antwort – und veränderte die Wahrnehmung spanischer Spitzenweine weltweit.

4,5 Hektar in Quintanilla de Onésimo

Das Herzstück sind die zwei Parzellen mit den uralten Tinto-Fino-Reben in Quintanilla de Onésimo, 800 Meter über Meer. Lehm-Schiefer-Boden, Buschrebenstil, ohne Drahtsystem – wie der Weinbau hier traditionell aussah, bevor die Modernisierung kam. Die Reben überlebten Jahrhunderte, weil niemand sie reisste. Sisseck hat sie wiederentdeckt.

Biodynamie und minimaler Eingriff

Sisseck arbeitet seit Anfang an biodynamisch – deutlich vor dem Trend. Keine Pestizide, keine künstlichen Dünger, Pflanzenpräparate, Mondkalender. Im Keller das gleiche Prinzip: natürliche Hefen, keine Kühlung, keine Filtration. Was ermöglicht wird, ist ein direkter Ausdruck des Terroirs – Pingus schmeckt jedes Jahr nach Pingus, aber jeder Jahrgang ist eigenständig.

Pingus, Flor de Pingus, PSI – drei Projekte, ein Stil

Aus dem Dominio kommen drei Weine: Pingus (die 4,5 ha uralten Reben), Flor de Pingus (Zweitwein, jüngere Reben) und PSI – ein Projekt mit alten Winzern der Region, denen Sisseck bei der Umstellung auf biodynamische Bewirtschaftung hilft. Drei Stufen, drei Preise, ein gemeinsamer Stil. Das macht Pingus zu mehr als einem Wein – zu einer Vision für die Ribera del Duero.