Bodega Contador
La Cueva del Contador DOCa 2020 - 75cl
La Cueva del Contador ist der Wein, mit dem Benjamín Romeo 1996 alles begann – in einer in Fels gehauenen Höhle unter der Burg von San Vicente de la Sonsierra, wo im Mittelalter Wein gezählt und verkauft wurde. Heute ist Cueva das Herzstück des Hauses: 100% Tempranillo aus zehn Lagen, mit der gleichen akribischen Handschrift wie der dreimal so teure Contador. Für 78 Franken bekommst du Romeos Stil in seiner reinsten Form.
Vom Höhlenwein zum Herzstück
1995 erwarb Romeo die alte Felsenhöhle, 1996 entstand der erste Jahrgang der Cueva. Der Name kommt vom Ort: «Contador» hiess der Beamte, der im historischen Bodega-Viertel von San Vicente de la Sonsierra die Weine zählte, lagerte und verkaufte. La Cueva del Contador, wörtlich: «die Höhle des Zählers». Heute kommt der Wein nicht mehr aus der Höhle, aber der Name blieb – und das Konzept: 100% Tempranillo, alte Reben, akribische Handarbeit.
Die Lagen – zehn Parzellen, ein Wein
100% Tempranillo aus über zehn Lagen rund um San Vicente de la Sonsierra. Mehr als die Hälfte stammt aus La Liende – einer Parzelle in einer Ebro-Schleife auf 450 Metern, mit 45 Jahre alten Reben. Ein weiteres Drittel aus kühleren Hanglagen auf 580 bis 600 Metern. Mehrfache Handlese, strenge Selektion, Gärung in offenen Holzständen, 20 Monate Reifung in neuen französischen Barriques. Ungeklärt, unfiltriert.
So schmeckt der 2020er
In der Nase frische rote Beeren, Johannisbeere, geröstetes Brot, dazu eine mineralische Tiefe und feine Röstaromen. Am Gaumen frisch und saftig zum Auftakt, dann öffnet sich eine eindrucksvolle Tiefe – Frucht und edles Holz harmonisch eingebunden, Tannine fein, Säure präsent, Abgang lang. Kraftvoll und ausgewogen zugleich. 95/100 Robert Parker.
Passt zu
- Schweizer Hirschpfeffer mit Spaetzli, Birne und Preiselbeeren – das Wild trifft die Tiefe und Rösttoaster-Aromen
- Rinderfilet mit Pfefferkruste und Kartoffel-Trüffel-Gratin – die Kraft der Cueva trägt das Filet
- Auberginen-Parmigiana mit altem Pecorino, Tomaten und frischem Basilikum – die roten Beeren und Röstnoten zur schön karamellisierten Aubergine (vegetarisch)
Serviervorschlag
Bei 16 bis 18 Grad in einem grossen Rotweinglas. 30 bis 45 Minuten dekantieren – die Cueva braucht Luft, um ihre volle Tiefe zu zeigen. Trinkreife heute, Optimum in 5 bis 10 Jahren, Lagerpotenzial 12 bis 18 Jahre.
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Land | Spanien |
| Region | Rioja Alta – DOCa |
| Hauptlage | La Liende, San Vicente de la Sonsierra (45-jährige Reben) |
| Rebsorte | 100% Tempranillo |
| Reifung | 20 Monate in neuen französischen Barriques |
| Ausbau | Ungeklärt, unfiltriert |
| Bewertung | 95/100 Robert Parker |
| Alkoholgehalt | 15% |
| Füllmenge | 75cl |
| Weingut | Bodega Contador, San Vicente de la Sonsierra |
Häufige Fragen
Was bedeutet «La Cueva del Contador»?
Wörtlich: «die Höhle des Zählers». Bezieht sich auf die alte Felsenhöhle unter der Burg von San Vicente, wo im Mittelalter Wein gezählt und verkauft wurde – dort entstand 1996 der erste Jahrgang.
Wie unterscheidet sich Cueva vom Contador?
Cueva ist 100% Tempranillo aus zehn Lagen – das Herzstück. Contador ist die Spitzen-Cuvée: nur die besten Trauben jedes Jahrgangs, aus alten Reben bis 100+ Jahre, eigene Reifung, dreifacher Preis (290 statt 78 CHF).
Was bedeutet «ungeklärt, unfiltriert»?
Der Wein wird vor der Abfüllung nicht geschönt oder gefiltert – das bewahrt mehr Aroma und Textur, kann aber zu Bodensatz führen. Vor dem Servieren ruhig stellen oder dekantieren.
Wie lange ist der 2020er haltbar?
Trinkreife heute, Optimum in 5 bis 10 Jahren, Lagerpotenzial 12 bis 18 Jahre. Cueva entwickelt sich über die Jahre stark.
Über das Weingut – Bodega Contador, San Vicente de la Sonsierra
1995: Vom Artadi-Kellermeister zum eigenen Projekt
Benjamín Romeo war 15 Jahre Kellermeister bei Artadi – einer der grossen Adressen der Rioja –, bevor er 1995 eigene Wege ging. Sein erstes Projekt: eine uralte, in Fels gehauene Höhle unter der Burg von San Vicente de la Sonsierra. Hier wurde im Mittelalter Wein gelagert, gezählt («contador») und verkauft. 1996 entstand der erste Jahrgang La Cueva del Contador.
1999: Geburt des Contador in der elterlichen Garage
Als die Höhle zu klein wurde, baute Romeo 2001 die Garage seiner Eltern zur Kellerei um – und wurde damit zum «ersten Garagisten der Rioja». Hier entstand 1999 der erste Contador. 2004 und 2005 erhielt der Contador zwei Mal in Folge 100 Parker-Punkte – als erster spanischer Wein überhaupt zwei Jahre hintereinander. Über Nacht stand der Garagewein auf Augenhöhe mit Vega Sicilia und Pingus.
2008: Die moderne Bodega
Mit dem Architekten Héctor Herrera baute Romeo zwischen 2006 und 2008 seine heutige Bodega am Fusse von San Vicente, eröffnet zur Sommersonnenwende 2008. Drei Terrassen folgen dem natürlichen Hang, Trauben und Wein bewegen sich per Schwerkraft – kein Pumpen, keine mechanische Belastung.
50 Hektar in 60 Parzellen
Romeo bewirtschaftet rund 50 Hektar in 60 verschiedenen Parzellen rund um San Vicente, Briones und Labastida – die meisten Buschreben in Hanglagen zwischen 450 und 750 Metern Höhe. Eine seiner Lagen, La Dehesa, ist 1900 gepflanzt – wurzelechte Garnacha auf Sandstein. Mit Pingus und Vega Sicilia bilden seine Top-Weine das Kult-Trio Spaniens.