Bodegas Aalto
Aalto Ribera del Duero 2022
Wer den 2023er kennt, kennt das Profil – aber nicht das Jahr. 2022 war in der Ribera del Duero ein heisses, anspruchsvolles Jahr. Wer früh las, behielt die Säure. Aalto entschied sich genau dafür: konzentrierte Trauben aus den höheren Lagen, frühe Ernte. Heraus kam ein Wein mit etwas mehr Wucht als der 2023er, dafür auch mit der Eleganz, die Aalto auszeichnet. Restbestand – wenn weg, dann weg.
Wer dahintersteckt
Mariano García war 30 Jahre Kellermeister bei Vega Sicilia – einem der bedeutendsten Weingüter Spaniens. 1999 gründete er gemeinsam mit Javier Zaccagnini, dem ehemaligen Direktor der Ribera-del-Duero-Aufsichtsbehörde, die Bodega Aalto. Das Ziel: das Terroir der Region in einem einzigen Wein einzufangen. Heute gilt der Aalto als Benchmark der Region.
Tinto Fino aus einem heissen Jahr
100% Tinto Fino, das lokale Tempranillo. 2022 war ein heisses Jahr in der Ribera – höhere Alkoholgrade, dichtere Frucht, aber auch der Stress der Reife. Aalto liest aus 40 bis 80 Jahre alten Reben mit tiefen Wurzeln, die solche Jahre besser bewältigen als junges Material. 20 Monate Reifung in französischer und amerikanischer Eiche.
So schmeckt er
Im Glas tiefes Purpur, fast schwarz. In der Nase reife Brombeere, schwarze Pflaume, Kakao, Tabak und feine Würze. Am Gaumen üppiger als der 2023er, mit hohen Tanninen aber bereits zugänglich, würzige Frucht, langer Abgang. Lagerpotenzial 15 bis 18 Jahre.
Passt zu
- Rinderfilet vom Grill mit Pfefferkruste – die warme Würze trifft die dichte Frucht
- Steinpilz-Risotto mit Parmesan – Erde im Wein, Erde im Risotto (vegetarisch)
- Bündner Capuns mit Speckwürfeln – Schweizer Bergkost, der Wein nimmt die Würze auf
Serviervorschlag
Bei 16 bis 18 Grad in einem grossen Rotweinglas. Mindestens 30 Minuten dekantieren – beim 2022er noch wichtiger als beim 2023er. Aktuell schon trinkbar, gewinnt bis circa 2030 noch deutlich an Komplexität.
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Land | Spanien |
| Region | Ribera del Duero |
| Rebsorte | Tempranillo (Tinto Fino) |
| Alkoholgehalt | 14.5% |
| Füllmenge | 75cl |
| Weingut | Bodega Aalto |
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich der 2022er vom 2023er?
2022 war heisser, der Wein ist konzentrierter und alkoholreicher. 2023 ist eleganter, mit klarerer Säure.
Lohnt sich noch Lagern?
Ja, der 2022er gewinnt bis circa 2030 noch an Komplexität. Heute ist er aber bereits trinkbar.
Was ist Tinto Fino?
Lokaler Name für Tempranillo in der Ribera del Duero. Über die Jahrhunderte hat die Sorte hier eigene Eigenheiten entwickelt – kraftvoller, mineralischer, dunkler als in der Rioja.
Was unterscheidet Aalto von einem typischen Rioja?
Mariano García setzt auf Frische und Eleganz, nicht auf Wucht. Die Höhenlagen der Ribera bringen Säure und Mineralität, die ein Rioja oft nicht hat.
Über den Produzenten – Bodega Aalto
Eine Legende und sein eigenes Projekt
Mariano García ist eine spanische Weinlegende. 30 Jahre lang war er Kellermeister bei Vega Sicilia – jenem Weingut, das Spaniens grössten Wein, den Único, herstellt. 1999 gründete er gemeinsam mit Javier Zaccagnini sein eigenes Projekt: Aalto.
Das Ziel: ein Wein, der die Region zeigt
Zaccagnini war zuvor Direktor der Aufsichtsbehörde der Ribera del Duero. Die beiden kannten die Region wie keine zweiten. Ihr Wein sollte das Terroir in einer einzigen Flasche zeigen – konzentriert, präzise, ohne Kompromiss. Das gelang.
Heute ein Benchmark
Aalto wurde mehrfach mit über 95 Parker-Punkten ausgezeichnet – die Spitze des Hauses ist der Aalto PS, der nur in den besten Jahrgängen produziert wird. Die Reben sind alt, die Erträge niedrig, die Eichenfässer neu oder halbneu. Mariano García führt das Weingut heute mit seinen Söhnen Eduardo und Alberto – parallel betreibt die Familie Bodegas Mauro in Tudela de Duero, ausserhalb der DO.