Piper-Heidsieck
Piper-Heidsieck Champagne Rosé Sauvage - 75cl
Rosé Sauvage ist der mutigste Rosé der Champagne – 50% Pinot Noir, davon 15% als ausgebauter Rotwein zugesetzt. Das ergibt eine Scharlachfarbe, die du sonst nirgends findest, und einen Rosé, der nicht bördelt, sondern Stellung bezieht. Piper-Heidsieck hat ihn bewusst als Provokation konzipiert – «sauvage» heißt wild, und das ist er auch. Champagner für Tisch, nicht für den Aperö.
Was den Sauvage anders macht
Klassischer Champagner-Rosé entsteht meist durch kurzen Hautkontakt der roten Trauben – das ergibt blasses Lachsrosa. Beim Sauvage geht Piper-Heidsieck weiter: 15% fertig ausgebauter Rotwein wird der Cuvée vor der zweiten Gärung beigemischt. Das ist die einzige in der Champagne erlaubte Methode mit Rotwein-Zugabe – und Piper nutzt sie radikal. Ergebnis: tiefes Scharlachrot, intensive Frucht, vollmundiger Körper.
Die Assemblage
50% Pinot Noir (davon 15% als roter Wein), 25% Pinot Meunier für Schmelz, 25% Chardonnay für Frische. Der Pinot Noir kommt aus renommierten Crus der Champagne. Ergänzt durch 25% Reserveweine für Stilkonstanz. Mindestens zwei Jahre Hefelagerung, Dosage 8 bis 9 g/l.
So schmeckt der Rosé Sauvage
Im Glas leuchtendes Scharlachrot – die Färbung, die zum Markenzeichen wurde. In der Nase kraftvoll: Walderdbeere, Granatapfel, Kirsche, Blutorange, Mandarine, dazu wilde Kräuter und ein Hauch Safran. Am Gaumen vollmundig und temperamentvoll – dunkle Beeren, rote Früchte, ein langer würziger Abgang mit asiatischem Akzent. Eindeutig Tisch-Rosé.
Passt zu
- Schweizer Wachtel mit Pflaumensauce, Kastanien und Polenta – die rote Beerenfrucht trifft das Wildgeflügel
- Sushi und Sashimi mit eingelegtem Ingwer, Sojasauce und Wasabi – die würzig-asiatischen Anklang im Wein nimmt das Sushi mit
- Auberginen-Curry mit Kokosmilch, Tamarind und Korianderreis – die Frucht und Würze fangen die exotischen Aromen (vegetarisch / vegan)
Serviervorschlag
Bei 8 bis 10 Grad in einem bauchigen Champagnerglas oder einem grossen Flötenkelch – sonst geht die kraftvolle Aromatik verloren. Drei Stunden im Kühlschrank, dann servieren. Trinkreif, sollte innerhalb von 2 bis 4 Jahren konsumiert werden.
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Land | Frankreich |
| Region | Champagne |
| Stil | Rosé Brut, Non-Vintage, kraftvoll |
| Assemblage | 50% Pinot Noir (15% als Rotwein), 25% Pinot Meunier, 25% Chardonnay |
| Reifung | Mindestens 2 Jahre Hefelagerung |
| Dosage | 8–9 g/l |
| Alkoholgehalt | 12% |
| Füllmenge | 75cl |
| Weingut | Piper-Heidsieck, Reims |
Häufige Fragen
Warum heißt er «Sauvage»?
Sauvage heißt «wild» – als Selbstbezeichnung für seinen kraftvollen, eigensinnigen Charakter. Anders als die meisten Champagner-Rosés, die fein und blass sind, ist der Sauvage tiefrot, intensiv und für den Tisch konzipiert.
Wie geht ein Rosé mit 15% Rotwein?
Die Champagne ist die einzige französische Region, in der die Beimischung von Rotwein zur Rosé-Herstellung erlaubt ist. Piper-Heidsieck nutzt diese Methode mit ungewöhnlich hohem Anteil. Der Rotwein wird der Cuvée vor der zweiten Gärung beigegeben.
Geeignet als Aperö?
Eher nicht. Der Sauvage ist zu kraftvoll und vollmundig für klassischen Aperö. Für Aperö lieber den Cuvée Brut. Der Sauvage gehört an den Tisch – zu Wachtel, Lamm, Sushi, würzigen Pasta-Saucen.
Wie lange haltbar?
Trinkbereit, sollte innerhalb 2 bis 4 Jahren genossen werden. Rosé-Champagner reifen schneller als weiße Cuvées.
Über das Weingut – Piper-Heidsieck, Reims
1785: Gegründet aus einer Liebesgeschichte
Florens-Louis Heidsieck kam aus Westfalen nach Reims – als Tuchhändler, Sohn eines protestantischen Pastors. Dort verliebte er sich in Agathe Perthois, eine Champagnerin, und in den Champagner. 1785 gründete er sein Haus mit der Vision: «einen Champagner einer Königin würdig» zu schaffen.
1788: Marie-Antoinette als erste Botschafterin
Drei Jahre nach der Gründung präsentierte Florens-Louis seinen Champagner persönlich Marie-Antoinette. Liebe auf den ersten Schluck – die Königin wurde zur ersten Markenbotschafterin. 14 königliche Hofbelieferungen folgten in den nächsten Jahrzehnten.
Cinema-Heritage seit 1933
Piper-Heidsieck war 1933 das erste Champagnerhaus auf der Leinwand – in Laurel und Hardys «Sons of the Desert». 1953 zitierte Marilyn Monroe: «Ich gehe mit Chanel No. 5 ins Bett, wache auf mit einem Glas Piper-Heidsieck.» Von 1993 bis 2020 offizieller Champagner der Filmfestspiele Cannes, von 2015 bis 2020 der Oscars.
Heute: 65 ha + 240 Partner-Winzer
Seit 2011 in Familienbesitz der Descours (EPI-Gruppe). 65 Hektar eigene Reben plus 240+ Partner-Winzer in 110+ Crus. Émilien Boutillat ist seit 2018 Chef de Cave – mit damals 31 Jahren der jüngste eines grossen Champagnerhauses. 2022 als B Corp zertifiziert.