Domaine de l'Arnèsque
Châteauneuf-du-Pape Domaine de l'Arnèsque AOP 2022 - 75cl
Châteauneuf-du-Pape Domaine de l'Arnèsque 2022 – ein kraftvoller, authentischer Châteauneuf von einem der traditionsverwurzeltsten Familienweingüter der Appellation. Familie Biscarrat seit fünf Generationen, seit 2005 von Julien und Marie Biscarrat geführt. 4,5 ha in bester Lage nahe Mont Redon. Cuvée 80% alte Grenache (50+ Jahre) + 10% Mourvèdre + 10% Syrah. Terroir aus den berühmten Galets – Kieselsteinen, die tagsüber Hitze speichern und nachts abgeben. 12 Monate Demi-Muid. Garrigue-Würze, kandierte Früchte, warme Fülle, seidig-weiche Tannine.
Was den Arnèsque besonders macht
Châteauneuf-du-Pape ist die berühmteste Appellation des südlichen Rhônetals – ein Wein-Pantheon mit weltbekannten Adressen wie Beaucastel, Vieux Télégraphe oder Henri Bonneau. Domaine de l'Arnèsque ist eine der älteren, weniger lauten Familienadressen – 5 Generationen, klassische Vinifikation, alte Reben. Der Wein ist die ungefilterte Essenz dieser Appellation: 80% Grenache aus mindestens 50-jährigen Reben, der namensgebenden Galets-Terroir, und Vinifikation in der Demi-Muid-Tradition. Resultat: ein Châteauneuf, der nicht modern-stylish glatt ist, sondern würzig, kraftvoll und authentisch.
Fünf Generationen Familie Biscarrat
Die Geschichte der Domaine de l'Arnèsque reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Ursprünglich als Domaine du Calongues bekannt, bewirtschaftet die Familie Biscarrat die Weinberge von Châteauneuf-du-Pape seit fünf Generationen. Seit 2005 führen Julien und Marie Biscarrat das Weingut – mit dem Respekt vor der langen Familientradition und dem Willen, die Essenz dieser aussergewöhnlichen Appellation ungefiltert ins Glas zu bringen.
Galets – die berühmten Kieselsteine
4,5 Hektar Weinberge in bester Lage nahe Mont Redon, auf einem Terroir aus reinem Sand, Lehm, Kalkstein und den namensgebenden Galets – runden Kieselsteinen, die tagsüber die Hitze der südfranzösischen Sonne speichern und nachts wieder abgeben. Diese Kieselsteine sind das visuelle Markenzeichen von Châteauneuf-du-Pape und das Geheimnis hinter der besonderen Reife der Region: die Reben bekommen praktisch eine konstante Wärme-Quelle, die ihnen das ganze Jahr hilft. Diese Eigenschaft macht das Terroir einzigartig in der Wein-Welt.
Die klassische Cuvée des südlichen Rhônetals
80% alte Grenache-Reben von mindestens 50 Jahren, 10% Mourvèdre, 10% Syrah – die klassische, grossartige Trias des südlichen Rhônetals. Grenache: das Rückgrat, mit warmer Frucht und seidiger Textur. Mourvèdre: die Würze und Tannin-Tiefe, perfekte Komplementär zu Grenache. Syrah: der nordlich-strenge Akzent, mit Pfeffer und floralen Aromen. Die alten Grenache-Reben sind dabei das Herzstück – knorrige Stöcke, die der flirrenden Hitze und dem stürmischen Mistral trotzten und in dieser extremen Umgebung eine Konzentration und Tiefe entwickeln, die jüngere Reben nie erreichen können.
Vinifikation – traditionell und klassisch
Hand-Lese, selektives Entrappen. 25 bis 30 Tage traditionelle Vinifikation mit mehreren Umläufen am Tag («remontages»). 12 Monate Reifung im grossen Demi-Muid – dem traditionellen 600-Liter-Eichenfass des Rhônetals, das Tiefe und subtile Holz-Aromen verleiht, ohne den Wein zu überholzen wie kleinere Barriques. Eine klassische Vinifikation, die den Wein für lange Zeit auf seinem Niveau hielt – und das Beste aus den alten Reben holt.
So schmeckt der 2022er
Im Glas ein intensives Purpurrot. In der Nase kräftig und einladend: kandierte Früchte (Pflaume, Brombeere, Kirsche), warme Holznoten, verfeinert durch die typische Garrigue-Würze des südlichen Rhônetals (Rosmarin, Thymian, Lavendel, wilder Fenchel). Am Gaumen viel Frucht und Wärme – die Tannine seidig weich, der Körper reich und von der Kraft der alten Grenache-Reben geprägt. Der Abgang ist lang und von einer würzigen Tiefe, die noch lange nachhallt.
Passt zu
- Schweizer Bündner Wild mit Steinpilzen, Spätzli und Preiselbeer-Sauce – die Garrigue-Würze und kandierten Früchte heben das Wild-Aroma
- Provenzalisches Cassoulet mit Lammschulter, weissen Bohnen und Confit-Ente – der Klassiker der Provence zum eigenen Wein
- Ratatouille mit gebratenem Zucchini, Aubergine und gerieftem Pecorino – der vegetarische Provence-Klassiker harmoniert mit dem Wein (vegetarisch)
Serviervorschlag
Bei 15 bis 16 Grad in einem grossen Burgunderglas servieren – 20 bis 30 Minuten vor dem Genuss dekantieren, damit die Garrigue-Aromatik und die warme Fülle dieses klassischen Châteauneuf vollständig zur Geltung kommen. Trinkreif heute, lagerfähig 10 bis 15 Jahre.
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Land | Frankreich |
| Region | Südliches Rhônetal, Châteauneuf-du-Pape (nahe Mont Redon) |
| Klassifikation | Châteauneuf-du-Pape AOP |
| Lage | 4,5 ha, Terroir aus Sand, Lehm, Kalkstein und Galets |
| Cuvée | 80% Grenache (50+ Jahre alt) + 10% Mourvèdre + 10% Syrah |
| Vinifikation | Hand-Lese, 25-30 Tg traditionell, 12 Mt Demi-Muid (600-L-Eichenfass) |
| Alkoholgehalt | 14.5% |
| Füllmenge | 75cl |
| Weingut | Domaine de l'Arnèsque (Familie Biscarrat seit 5 Generationen, Julien + Marie Biscarrat seit 2005) |
Häufige Fragen
Was sind Galets?
Die berühmten runden Kieselsteine, die das Terroir von Châteauneuf-du-Pape charakterisieren. Sie tagsüber die Hitze der südfranzösischen Sonne speichern und nachts wieder abgeben – das gibt den Reben praktisch eine konstante Wärme-Quelle und beschleunigt die Reife der Trauben. Die Galets sind überreste von Gletscherbewegungen aus der Eiszeit und ein visuelles Markenzeichen, das Châteauneuf-du-Pape von anderen Wein-Regionen unterscheidet.
Was ist Garrigue?
Die typische mediterrane Buschvegetation des südlichen Frankreichs – Rosmarin, Thymian, Lavendel, wilder Fenchel, Geissblatt, immergrüne Eichen. Die aromatischen Pflanzen umgeben die Weinberge des südlichen Rhônetals und Provence und geben dem Wein ihre charakteristische Kräuter-Aromatik («notes de garrigue»). Eine der typischsten Aromen-Familien des südfranzösischen Weins – wenn ein Wein «garrigue» riecht, ist er fast garantiert vom Südrhône oder der Provence.
Was ist ein Demi-Muid?
Ein traditionelles 600-Liter-Eichenfass des Rhônetals – viel grösser als das klassische 225-L-Barrique aus Bordeaux. Das Verhältnis Wein-zu-Holz ist günstiger – weniger Holz-Aromen pro Liter Wein, dafür mehr Volumen pro Fass. Resultat: subtilerer Holz-Prägung, die den Sortenausdruck und die Frucht nicht überlagert. Ideal für Grenache-basierte Weine, wo zu viel Holz-Aromatik (Vanille, Toast) die seidige Frucht der Sorte übertönen würde. Die Demi-Muid-Vinifikation ist die klassische Methode in Châteauneuf-du-Pape.
Warum so viel Grenache und nicht mehr Syrah?
Im südlichen Rhônetal ist Grenache die wichtigste Sorte – das Klima ist zu heiß für Syrah als Hauptsorte (Syrah dominiert dagegen das kühlere nördliche Rhônetal mit Côte-Rôtie und Hermitage). Grenache ist hitzeresistenter, gibt Wärme und Frucht, während Mourvèdre die Tannin-Struktur bringt und Syrah die Würze. In Châteauneuf-du-Pape sind bis zu 13 verschiedene Sorten zugelassen – die meisten Erzeuger nutzen aber die klassische GSM-Trias (Grenache-Syrah-Mourvèdre).
Wie lange ist der Wein haltbar?
Trinkreif heute, lagerfähig 10 bis 15 Jahre und mehr. Châteauneuf-du-Pape ist berühmt für seine Lagerfähigkeit – mit zunehmender Reife integrieren sich die Tannine, das Bouquet wird komplexer und tiefer (Leder, Tabak, getrocknete Beeren, Trüffel kommen hinzu). Die Weine aus alten Grenache-Reben haben besonders gutes Lagerpotenzial.
Über das Weingut – Domaine de l'Arnèsque, Châteauneuf-du-Pape
Bis ins 19. Jahrhundert zurück
Die Geschichte der Domaine de l'Arnèsque reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Ursprünglich als Domaine du Calongues bekannt, bewirtschaftet die Familie Biscarrat die Weinberge von Châteauneuf-du-Pape seit fünf Generationen.
Seit 2005 – Julien und Marie Biscarrat
Seit 2005 führen Julien und Marie Biscarrat das Weingut – mit dem Respekt vor der langen Familientradition und dem Willen, die Essenz dieser aussergewöhnlichen Appellation ungefiltert ins Glas zu bringen. Eine 5. Generation, die das Weingut behutsam in die moderne Wein-Welt geöffnet hat, ohne die Traditionen aus dem 19. Jahrhundert zu vergessen.
4,5 ha in bester Lage
4,5 Hektar Weinberge in bester Lage nahe Mont Redon (einer der besten Lagen der Appellation, am Hauptzugangsweg von Avignon). Terroir aus Sand, Lehm, Kalkstein und den namensgebenden Galets. Eine kleine, intim bewirtschaftete Domäne, die Familienarbeit über industriellen Massstab stellt.