Weingut Lindetröpfli
S'Gedicht AOC Zürich 2024 Weingut Lindetröpfli
S'Gedicht – schon der Name ist eine Liebeserklärung. Die Cuvée vereint die drei klassischen Weisswein-Sorten des Zürcher Weinlands: Riesling-Silvaner mit seinen fruchtigen Muskat-Aromen, Räuschling mit Säurestruktur, Kerner mit Fülle. Eine harmonische Komposition, die wie ihr Name verspricht – ein kleines Gedicht im Glas. Ideal als Apéro oder zu leichten Sommerspeisen.
Drei Sorten, eine Cuvée
Cuvées sind im Schweizer Weinland selten – meist gibt es sortenrein vinifizierte Weine. Lindetröpfli geht hier einen anderen Weg: Riesling-Silvaner bringt die Frucht und einen Hauch Muskat, Räuschling die Säurestruktur und Mineralik, Kerner die Fülle und den Körper. Drei Sorten, die einander ergänzen statt überlagern.
Wer ist Kerner?
Kerner ist eine relativ junge Sorte – eine Kreuzung aus Trollinger und Riesling, in den 1920er Jahren in Deutschland gezüchtet. Die Sorte vereint die Robustheit des Trollingers mit der Aromatik des Rieslings: voller Körper, gute Säure, Aromen von Pfirsich und Pfirsichkern. In der Deutschschweiz hat sich Kerner als Spezialität etabliert.
In welchem Format?
S'Gedicht gibt es in zwei Formaten:
- 50cl – die kleinere Flasche, ideal zum Apéro für 2 bis 3 Personen
- 70cl – die Standardflasche im traditionellen Schweizer Format
So schmeckt er
Im Glas helles Strohgelb. In der Nase Pfirsich, Apfel, ein Hauch Muskat und Zitrus. Am Gaumen mittelvoll und harmonisch, mit gut eingebundener Säure und mittellangem fruchtigem Abgang. Ein Wein, der Spass macht – nicht zu komplex, nicht zu einfach.
Passt zu
- Apéro mit Käseplättli und Trauben – frischer Klassiker für die Sommerzeit
- Forelle aus dem Schwyzer Wildbach mit Mandelbutter – Schweizer Süsswasserfisch
- Spinat-Quiche mit Ziegenkäse – die Cuvée passt zu den verschiedenen Texturen (vegetarisch)
Serviervorschlag
Bei 8 bis 10 Grad in einem normalen Weissweinglas. Frisch trinken, am besten innerhalb 1 bis 2 Jahren nach dem Jahrgang.
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Land | Schweiz |
| Region | Zürcher Weinland (AOC Zürich) |
| Linie | Cuvée |
| Rebsorten | Riesling-Silvaner, Räuschling, Kerner |
| Alkoholgehalt | 12% |
| Füllmenge | 50cl / 70cl |
| Weingut | Weingut Lindetröpfli, Uhwiesen ZH |
Häufige Fragen
Welche Sorten sind drin?
Riesling-Silvaner, Räuschling und Kerner – die drei Hauptsorten des Zürcher Weinlands.
Was ist Kerner?
Eine Kreuzung aus Trollinger und Riesling, gezüchtet in den 1920ern. Voller Körper, gute Säure, Pfirsich-Aromen.
Was unterscheidet S'Gedicht vom Räuschling pur?
S'Gedicht ist die fruchtigere, fülligere Variante. Räuschling pur ist puristischer und säurebetonter.
Wie lange ist der Wein haltbar?
1 bis 2 Jahre, am besten frisch trinken.
Über den Produzenten – Weingut Lindetröpfli, Uhwiesen ZH
Im Zürcher Weinland am Rheinfall
Mitten im alten Dorfkern von Uhwiesen, nur Minuten vom Rheinfall entfernt, steht das 500-jährige Riegelhaus "Zur Linde". Seit über 100 Jahren keltert hier die Familie Witzig im 400-jährigen Gewölbekeller Wein – heute bereits in der fünften Generation. Sechs Hektar Rebfläche an den Südhängen rund um das Dorf.
Die fünfte Generation: Witzig & Milesi
Seit 2023 führen Janine Witzig und ihr Mann Teddy Milesi das Weingut. Sie ist Winzerin aus Uhwiesen, er ist Önologe aus der Provence – diese Kombination prägt das Weinsortiment: klassische Zürcher Sorten wie Räuschling, Riesling-Silvaner und Pinot Noir treffen auf südfranzösische Inspiration in Cuvées wie dem "Côté Sud" (Grenache, Syrah).
Naturnaher Anbau seit 20 Jahren
Seit zwei Jahrzehnten arbeitet Lindetröpfli ohne Herbizide. Dauerbegrünung schützt die Böden vor Erosion und bietet Insekten Nahrung – die Bodenvielfalt der Reben ist heute spürbar. Auch in der Vinifikation gehen die Witzigs pragmatisch vor: Reinzuchthefen für Konstanz, Stahltank für Frische, traditioneller Holzausbau für die Spitzenrotweine.
Auszeichnungen und das Markenzeichen Quintus
Die Sélection Blanc des Weinguts erreichte den 2. Platz beim Grand Prix du Vin Suisse. Das echte Markenzeichen ist aber der "Quintus" – ein Wein aus der Sorte Acolon (Lemberger × Dornfelder), die in den 2000er Jahren in Uhwiesen gepflanzt wurde. Eine mutige Entscheidung, die sich ausgezahlt hat.