Domaine Bernard Defaix
Chablis Premier Cru Côte de Lechet AOC 2023 Domaine Bernard Defaix - 75cl
Chablis Premier Cru Côte de Lechet 2023 – ein kraftvoller, aussergewöhnlich lagerfähiger Chablis aus einer der sonnigsten und mineralreichsten Premiers Crus der Appellation. Familie Defaix seit 1959, heute in der 4. Generation. Mit 8 Hektar ist Defaix der grösste Einzelbesitzer der Côte de Lechet – ihrem Herzstück. 100% Chardonnay auf Kimmeridge-Kalkstein mit fossilen Austern aus der Jurazeit. Bio seit 2012. Feuerstein-Mineralität, kraftvoll, komplex.
Was den Côte de Lechet besonders macht
Die Côte de Lechet ist einer der 40 Premiers Crus von Chablis – eine spezielle Lage am Dorf Milly, am rechten Ufer des Flusses Serein. Was sie auszeichnet: aussergewöhnliche Sonneneinstrahlung dank Ost-Sudost-Exposition, dazu ein steiniger Boden, der die Wärme tagsüber speichert und nachts wieder abgibt. Defaix ist mit 8 Hektar der grösste Einzelbesitzer dieser Lage in ganz Chablis – das Herzstück der Familienarbeit. Resultat: ein Premier Cru mit dem grössten Lagerpotenzial in ganz Chablis.
Kimmeridge-Kalkstein und Jura-Austern
Chablis sitzt auf einem berühmten Bodenformat: dem Kimmeridge-Kalkstein – einer Schicht aus der Jurazeit (vor etwa 150 Millionen Jahren), als das Chablis-Gebiet noch unter dem Meer lag. Die Böden sind voller Fossilien von kleinen Meeresorganismen. Beim Anlegen der Weinberge fanden die Defaix im Boden eindrucksvolle Fossilien von Exogyra virgula – fossile Austern aus der Jurazeit. Genau diese Mineralität – salzig, kalkig, mit einem Hauch Meeresgischt – gibt dem Chablis seinen unverwechselbaren Charakter, den man in keiner anderen Wein-Region findet.
Vinifikation
100% Chardonnay aus den 8 Hektar Côte de Lechet. Klassische Chablis-Vinifikation: Stahltank-Gärung (kein neues Holz – das Terroir steht im Vordergrund). Bio-zertifizierter Anbau seit 2012. Trinkreif heute, lagerfähig bis Ende 2028 und darüber hinaus – die Côte de Lechet hat das grösste Lagerpotenzial unter allen Chablis-Premiers-Crus.
So schmeckt der 2023er
Im Glas ein leuchtendes Gelb mit grünen Reflexen. In der Nase fein und mineralisch: grüner Apfel, Zitrone, weisse Blüten und ein Hauch Feuerstein – das Markenzeichen des Chablis-Terroirs. Am Gaumen kraftvoll und komplex – die typische, salzige Kalk-Mineralität in vollkommener Balance mit lebendiger Säure und einer feinen Frucht (Birne, Quitte). Mit zunehmendem Alter entfaltet sich die typische Feuerstein-Aromatik («pierre à fusil») immer stärker.
Passt zu
- Schweizer Felchen-Filet (Egli) mit Beurre-blanc und Mandel-Butter – die salzige Mineralität hebt den Süsswasserfisch perfekt
- Austern Naturel oder Jakobsmuscheln in der Schale – der klassische Chablis-Klassik (kein Wunder, dass die Böden fossile Austern enthalten)
- Spargelrisotto mit gehobeltem Comté und Trüffelöl – die Kimmeridge-Mineralität hebt den Spargel und Käse-Reife (vegetarisch)
Serviervorschlag
Bei 10 bis 12 Grad in einem grossen Weissweinglas (NICHT in der schmalen Champagner-Flöte). Jung geniessen für die lebendige Frische, oder geduldig gelagert für die volle Feuerstein-Mineralität und Komplexität. Trinkreif heute, lagerfähig bis 2028 und darüber hinaus.
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Land | Frankreich |
| Region | Burgund, Chablis |
| Klassifikation | Chablis Premier Cru AOC, Côte de Lechet |
| Lage | Milly, am rechten Ufer des Serein, Ost-Südost-Exposition |
| Böden | Kimmeridge-Kalkstein mit fossilen Austern (Exogyra virgula) |
| Rebsorte | 100% Chardonnay |
| Anbau | 8 ha (Defaix ist grösster Einzelbesitzer der Lage) |
| Zertifizierung | Bio seit 2012 |
| Alkoholgehalt | 13% |
| Füllmenge | 75cl |
| Weingut | Domaine Bernard Defaix, Milly (gegründet 1959) |
Häufige Fragen
Was ist Chablis Premier Cru?
Chablis hat vier Klassifikationsstufen: Petit Chablis (günstigste), Chablis (Standard), Chablis Premier Cru (40 spezifische Lagen mit besseren Böden und Lagen), Chablis Grand Cru (7 Toplagen am Hang von Chablis-Stadt). Premier Cru-Weine sind deutlich konzentrierter, mineralischer und lagerfähiger als Standard-Chablis.
Was ist Kimmeridge-Kalkstein?
Eine Bodenformation aus der Jurazeit (vor ~150 Millionen Jahren), als die Region unter Wasser lag. Voller Fossilien von Meeresorganismen, vor allem von Austern (Exogyra virgula). Diese fossilen Reste geben dem Boden seine charakteristische Mineralität – salzig, kalkig, mit einer Note Meeresgischt. Kimmeridge ist die Bodenformat, die Chablis von anderen Burgund-Regionen klar unterscheidet.
Warum kein Holz-Ausbau?
Klassisches Chablis verzichtet bewusst auf neues Holz – das Kimmeridge-Terroir und die salzige Mineralität stehen im Vordergrund. Holz-Aromen würden den charakteristischen Chablis-Stil überlagern. Defaix nutzt ausschliesslich Stahltank-Reife für maximale Sortenausdruck und Mineralität. Anders als manche moderne Chablis-Produzenten, die Barriques einsetzen.
Wie lange ist der Wein haltbar?
Trinkreif heute, lagerfähig bis Ende 2028 und darüber hinaus. Die Côte de Lechet hat das grösste Lagerpotenzial unter allen Chablis-Premiers-Crus. Mit zunehmender Reife entwickelt sich die Feuerstein-Aromatik (pierre à fusil) und nimmt an Komplexität zu. Die Mineralität bleibt erhalten, das Frucht-Bouquet wird honigreicher.
Über das Weingut – Domaine Bernard Defaix, Milly
1959 – zwei Hektar als Anfang
Bernard Defaix begann 1959 mit gerade zwei Hektar Reben in Chablis – der Beginn einer Familiengeschichte, die heute in der 4. Generation weitergeführt wird. Über 60 Jahre kontinuierliche Familientradition in einer der berühmtesten Weiss-Wein-Regionen der Welt.
Heute – Sylvain und Didier Defaix in 4. Generation
Sylvain und Didier Defaix führen das Weingut heute auf 27 Hektar, darunter drei Premiers Crus. Eine renommierte und verlässliche Adresse in Chablis, die konsequent qualitativ hochwertige Premiers Crus produziert. Bio-zertifizierter Anbau seit 2012.
Côte de Lechet als Herzstück
Mit 8 Hektar in der Côte de Lechet ist Defaix der grösste Einzelbesitzer dieser legendären Lage. Die Parzellen liegen am Dorf Milly mit Ost-Sudost-Exposition – sonnig, steinig, voller Kimmeridge-Kalkstein und fossiler Austern. Das Resultat: ein Wein, der beweist, was die Côte de Lechet im Vergleich zu anderen Chablis-Lagen besonderes hat.