Louis Latour

Chablis AC 2023 Louis Latour

Inhalt
Preis: SFr. 16.50

Chablis ist die nördlichste Appellation des Burgunds – reiner Chardonnay aus kalkhaltigem Boden, vinifiziert in einem Stil, der weltweit Schule gemacht hat. Klassisch ohne (oder mit minimalem) Holzkontakt, mit messerscharfer Säure und kreidig-mineralischer Linie. Bei Louis Latour bekommst du den Standard-Chablis: präzise, gastronomisch, mit der typischen Kimmeridge-Mineralität. Die Tür ins Burgund für alle, die Chardonnay ohne Vanille mögen.

Was Chablis besonders macht

Chablis liegt im nördlichen Burgund, näher an der Champagne als an der Côte de Beaune. Kühles Klima, kalkhaltige Böden – das sogenannte Kimmeridgium, eine Bodenformation aus dem Jura-Zeitalter, voll mit fossilen Austernschalen. Diese Kombination ergibt einen Chardonnay-Stil, der weltweit kopiert, aber nie ganz nachgeahmt wird: hohe Säure, kreidige Mineralität, schlanke Frucht (grüner Apfel, Zitrus, Birne), kein oder nur minimaler Holzeinfluss.

Die vier Klassifizierungs-Stufen von Chablis

Chablis ist hierarchisch geordnet – von unten nach oben: Petit Chablis (zugänglichste Stufe), Chablis AC (das Standard-Niveau aus den klassifizierten Lagen), Chablis 1er Cru (40 anerkannte Premier-Cru-Lagen), Chablis Grand Cru (7 Lagen, die Türme der Region). Was du hier hast, ist die zweite Stufe – die echte Chablis-Definition.

So schmeckt der 2023er

Im Glas helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase grüner Apfel, Zitrus (Pampelmuse, Limette), Birne, weisse Blüten und eine deutliche kreidig-mineralische Note (Feuerstein, Austernschalen). Am Gaumen straff und präzise mit hoher Säure, schlankem Körper und einem mittellangen, fruchtig-mineralischen Abgang. Ein Chablis im Lehrbuch-Stil.

Passt zu

  • Austern (Fines de Claire) mit Schalotten und Zitrone – die klassische Hochzeit, das Kimmeridgium der Reben begegnet den Austernschalen am Teller
  • Schweizer Felchenfilets aus dem Bodensee mit Beurre Blanc und Petersilie – die mineralische Linie trägt den Süsswasserfisch
  • Ziegenkäse-Tarte mit Honig, Thymian und gerösteten Pinienkernen – die Säure des Chablis schneidet durch die Frische des Käses (vegetarisch)

Serviervorschlag

Bei 8 bis 10 Grad in einem mittelgrossen Weissweinglas. Vor dem Servieren mindestens drei Stunden im Kühlschrank kühlen. Idealer Aperitif, hervorragender Begleiter zu Fisch, Meeresfrüchten und feiner Vorspeise. Trinkreife in 1 bis 3 Jahren, Lagerpotenzial 5 bis 8 Jahre.

Weiterführende Informationen zum Produkt

Land Frankreich
Region Burgund – Chablis AC
Rebsorte Chardonnay, reinsortig
Reifung Edelstahltank, kein Holz
Alkoholgehalt 12.5%
Füllmenge 37.5cl oder 75cl
Weingut Maison Louis Latour, Beaune

In welchem Format?
  • Halbflasche (37.5cl) – 16.50 CHF – Ideal für zwei Personen oder ein einzelnes Gericht. Praktisch für Probier-Menus oder wenn du verschiedene Weine zum Essen offnen willst.
  • Standard (75cl) – 29.90 CHF – Die klassische Flasche, perfekt für Tisch und Vorrat.

Häufige Fragen

Was ist Chablis?

Die nördlichste Appellation des Burgunds. Reiner Chardonnay aus kalkhaltigem Boden (Kimmeridgium). Klassisch ohne Holzkontakt, mit hoher Säure und kreidig-mineralischer Linie.

Was ist Kimmeridgium?

Eine Bodenformation aus dem Jura-Zeitalter, voll mit fossilen Austernschalen. Sie prägt den Chablis-Stil mit seiner typischen kreidig-mineralischen Note.

Was unterscheidet Chablis von anderem Chardonnay?

Chablis ist kühler im Klima, ohne Holzkontakt vinifiziert. Andere Burgunder-Chardonnays (Meursault, Puligny) reifen meist im Holzfass – mehr Vanille, weniger schlanke Mineralität.

Wie lange ist der 2023er haltbar?

Trinkreife heute, Optimum in 1 bis 3 Jahren, Lagerpotenzial 5 bis 8 Jahre.

Über das Weingut – Maison Louis Latour, Aloxe-Corton

Seit 1797 in elf Generationen

Maison Louis Latour wurde 1797 von Jean Latour in Aloxe-Corton gegründet und befindet sich seit über 228 Jahren ununterbrochen in Familienbesitz – heute in der elften Generation. Seit dem Tod von Louis-Fabrice Latour 2022 wird das Haus von seinem Bruder Florent Latour geleitet. Eines der wenigen Burgund-Häuser, die nie in Konzern-Hand übergegangen sind.

Domaine + Maison – die burgundische Doppelrolle

Louis Latour funktioniert nach dem klassischen Modell: Domaine (eigene Reben, rund 50 Hektar in Top-Lagen) und Maison/Négociant (zugekaufte Trauben). Das erlaubt das gesamte Burgund-Spektrum, vom regionalen Bourgogne bis zu Grand Cru.

Grösster Grand-Cru-Besitzer Burgunds

Louis Latour ist der grösste private Grand-Cru-Eigentümer Burgunds. Allein im weissen Grand Cru Corton-Charlemagne besitzt das Haus rund 9 Hektar – mehr als jeder andere Erzeuger. Diese Lagen sind das Aushängeschild und Rückgrat des Hauses.

Eigene Tonnellerie – eine Einzigartigkeit in Burgund

Louis Latour ist das einzige Burgund-Haus mit eigener Tonnellerie. Eichenholz aus Nordfrankreichs Wäldern reift zwei Jahre im Freien, bevor es von Hand zu Fässern verarbeitet wird. Rund 3500 Fässer pro Jahr – die Hälfte für die eigenen Weine, die andere Hälfte exportiert an die grössten Pinot-Noir- und Chardonnay-Erzeuger weltweit.