Louis Latour
Chablis 1er Cru AC 2023 Louis Latour
Chablis 1er Cru ist die nächste Stufe nach dem Standard-Chablis – aus den 40 anerkannten Premier-Cru-Lagen. Mehr Tiefe, mehr Konzentration, längerer Abgang. Bei Louis Latour bekommst du einen 1er Cru, der die Chablis-Identität bewahrt (kein übermassiger Holzeinfluss), aber mehr Substanz hat als der einfache AC. Wer den Chablis-Stil ernsthaft kennenlernen will, springt direkt auf diese Stufe.
Was Premier Cru in Chablis bedeutet
Premier Cru – 1er Cru – ist die zweithöchste Klassifizierungsstufe in Burgund. In Chablis sind 40 Lagen als 1er Cru klassifiziert, alle auf den besseren Hangpartien gelegen, mit südlicher oder südwestlicher Exposition und tieferem Boden. Der Premier Cru kombiniert die typische Chablis-Säure mit mehr Konzentration und Tiefe als der einfache AC. Stilistisch eine der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse im weltweiten Chardonnay.
Was diesen 1er Cru auszeichnet
Bei Louis Latour kommt der 1er Cru aus mehreren Premier-Cru-Lagen, die sie für die optimale Cuvée verschneiden. Die Vinifikation ist klassisch – minimaler Holzeinfluss, lange Hefelagerung. Was du bekommst: mehr Tiefe als der Standard-Chablis, längerer Abgang, spürbare Reifeentwicklung, aber immer noch der pure Chablis-Charakter. Das Kimmeridgium ist im Glas – mit etwas mehr Substanz darum.
So schmeckt der 2023er
Im Glas helles Goldgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase reife Birne, gelber Apfel, Zitruszesten, weisse Blüten, ein Hauch Brioche und eine markante kreidig-mineralische Linie. Am Gaumen straff und konzentriert mit hoher Säure, mittelkräftigem Körper und einem langen, mineralischen Abgang. Tiefer als der einfache Chablis, mit klarer Premier-Cru-Eleganz.
Passt zu
- Saint-Jacques mit Beurre Blanc und Spinat – die französische Hochzeit von Chardonnay-Burgund und Jakobsmuschel
- Schweizer Bachforelle mit Mandelbutter, Petersilien und Salzkartoffeln – die Mineralität des Chablis trägt den Süsswasserfisch
- Pilz-Risotto mit Steinpilzen, Thymian und Parmesan – die Substanz des 1er Cru trägt die erdigen Pilzaromen (vegetarisch)
Serviervorschlag
Bei 10 bis 12 Grad in einem mittelgrossen Weissweinglas (nicht zu kalt, sonst werden die Aromen unterdrückt). Vor dem Servieren mindestens drei Stunden im Kühlschrank kühlen, dann 20 Minuten vor dem Ausschenken aus dem Kühlschrank nehmen. Trinkreife in 1 bis 3 Jahren, Lagerpotenzial 8 bis 12 Jahre.
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Land | Frankreich |
| Region | Burgund – Chablis 1er Cru AC |
| Klassifikation | Premier Cru – zweithöchste Stufe in Chablis |
| Rebsorte | Chardonnay, reinsortig |
| Reifung | Edelstahltank mit minimaler Holzunterstützung, lange Hefelagerung |
| Alkoholgehalt | 13% |
| Füllmenge | 37.5cl oder 75cl |
| Weingut | Maison Louis Latour, Beaune |
In welchem Format?
- Halbflasche (37.5cl) – 21.50 CHF – Ideal für zwei Personen oder ein einzelnes Gericht. Praktisch für Probier-Menus oder Vergleiche mit anderen Weinen.
- Standard (75cl) – 39 CHF – Die klassische Flasche, perfekt für Tisch und Vorrat.
Häufige Fragen
Was bedeutet "1er Cru" in Chablis?
Premier Cru ist die zweithöchste Klassifizierungsstufe – nach dem Grand Cru. In Chablis sind 40 Lagen als 1er Cru anerkannt, alle auf den besseren Hangpartien.
Was unterscheidet 1er Cru vom einfachen AC?
1er Cru hat mehr Konzentration, Tiefe und Lagerpotenzial. Aus den besseren Lagen, mit strengerer Selektion. Der gleiche Stil, mehr Substanz.
Hat der Wein Holzkontakt?
Bei Louis Latour minimal – kein übermassiger Holzeinfluss. Das gilt im Chablis-Stil als wesentlich, weil sonst die kreidig-mineralische Linie verloren geht.
Wie lange ist der 2023er haltbar?
Trinkreife heute, Optimum in 2 bis 5 Jahren, Lagerpotenzial 8 bis 12 Jahre. Premier Crus reifen sehr schön.
Über das Weingut – Maison Louis Latour, Aloxe-Corton
Seit 1797 in elf Generationen
Maison Louis Latour wurde 1797 von Jean Latour in Aloxe-Corton gegründet und befindet sich seit über 228 Jahren ununterbrochen in Familienbesitz – heute in der elften Generation. Seit dem Tod von Louis-Fabrice Latour 2022 wird das Haus von seinem Bruder Florent Latour geleitet. Eines der wenigen Burgund-Häuser, die nie in Konzern-Hand übergegangen sind.
Domaine + Maison – die burgundische Doppelrolle
Louis Latour funktioniert nach dem klassischen Modell: Domaine (eigene Reben, rund 50 Hektar in Top-Lagen) und Maison/Négociant (zugekaufte Trauben). Das erlaubt das gesamte Burgund-Spektrum, vom regionalen Bourgogne bis zu Grand Cru.
Grösster Grand-Cru-Besitzer Burgunds
Louis Latour ist der grösste private Grand-Cru-Eigentümer Burgunds. Allein im weissen Grand Cru Corton-Charlemagne besitzt das Haus rund 9 Hektar – mehr als jeder andere Erzeuger. Diese Lagen sind das Aushängeschild und Rückgrat des Hauses.
Eigene Tonnellerie – eine Einzigartigkeit in Burgund
Louis Latour ist das einzige Burgund-Haus mit eigener Tonnellerie. Eichenholz aus Nordfrankreichs Wäldern reift zwei Jahre im Freien, bevor es von Hand zu Fässern verarbeitet wird. Rund 3500 Fässer pro Jahr – die Hälfte für die eigenen Weine, die andere Hälfte exportiert an die grössten Pinot-Noir- und Chardonnay-Erzeuger weltweit.