Livia Fontana
Langhe Nebbiolo DOC 2022 Livia Fontana - 75cl
Langhe Nebbiolo ist die zugängliche Tür zur Welt des Nebbiolo – derselben Sorte, die in Barolo und Barbaresco zur Ikone wird, aber hier mit kürzerer Reife und früher trinkreif. Bei Livia Fontana stammt er aus den jüngeren Reben des Hauses und wird kürzer im Holz ausgebaut. Was du bekommst: das Nebbiolo-Aromenprofil – Rosen, Teer, rote Kirsche – ohne den Geduldsbedarf des grossen Bruders.
Nebbiolo – die Sorte, nicht die Region
Nebbiolo ist die königliche rote Sorte des Piemont – die einzige zugelassene Sorte für Barolo und Barbaresco. Der Name kommt entweder von "nebbia" (Nebel, weil die Trauben spät reifen, wenn der Herbstnebel über die Hügel zieht) oder von "nobile" (edel). Charakteristisch sind hohe Säure, kraftvolle Tannine und ein Aromenprofil aus Rosen, Veilchen, Teer, Lakritz, roter Kirsche und Trüffeln.
Was Langhe Nebbiolo von Barolo unterscheidet
Beide kommen aus derselben Sorte und derselben Region. Die Unterschiede liegen in den Vorgaben: Barolo verlangt mindestens 38 Monate Gesamtreifung (davon 18 im Holz), aus klar definierten Lagen. Langhe Nebbiolo hat keine Holz-Mindestvorgabe und ist nach kürzerer Reife verkaufbar. Bei Livia Fontana stammt er aus den jüngeren Reben des Hauses, die für die Cru-Barolo (noch) nicht in Frage kommen. Resultat: Nebbiolo-Charakter, früher trinkreif.
So schmeckt der 2022er
Im Glas helles Granatrot mit beginnenden orangenen Reflexen am Rand (typisch Nebbiolo). In der Nase rote Kirsche, Himbeere, getrocknete Rosen, dazu ein Hauch Teer, Lakritz und Tabak. Am Gaumen mittelkräftig mit präsenter Säure, feinen Tanninen und einem mittellangen, würzigen Abgang. Eleganter als ein Barolo, aber unverkennbar Nebbiolo – mit seinem typischen "Tar and Roses"-Profil.
Passt zu
- Tajarin mit Trüffel-Butter und Parmesan – die piemontesische Pasta-Spezialität zum Piemont-Wein
- Schweizer Wildschweinpfeffer mit Spätzli und Birne – die Wildaromen treffen die Nebbiolo-Würze
- Pilz-Risotto mit Steinpilzen, Thymian und Parmesan – die erdigen Pilzaromen mit dem Teer-Hauch des Nebbiolo (vegetarisch)
Serviervorschlag
Bei 16 bis 18 Grad in einem grossen Burgunderglas. 30 Minuten dekantieren reicht. Trinkreife heute, Lagerpotenzial 5 bis 8 Jahre. Eine günstige Möglichkeit, in die Nebbiolo-Welt einzusteigen.
Weiterführende Informationen zum Produkt
| Land | Italien |
| Region | Piemont – Langhe Nebbiolo DOC |
| Rebsorte | Nebbiolo, reinsortig |
| Reifung | Slawonische Eiche, kürzer als Barolo |
| Alkoholgehalt | 14% |
| Füllmenge | 75cl |
| Weingut | Livia Fontana, Castiglione Falletto |
Häufige Fragen
Was ist Nebbiolo?
Die königliche rote Sorte des Piemont. Hohe Säure, kraftvolle Tannine, mit Aromen aus Rosen, Teer, Kirsche und Trüffel. Einzige zugelassene Sorte für Barolo und Barbaresco.
Was ist der Unterschied zwischen Langhe Nebbiolo und Barolo?
Barolo verlangt mindestens 38 Monate Reifung (18 im Holz) aus definierten Lagen. Langhe Nebbiolo hat keine Holz-Mindestvorgabe – kommt früher in den Verkauf, ist günstiger, aber zugänglicher.
Wie lange ist der 2022er haltbar?
Trinkreife heute, Optimum in 2 bis 4 Jahren, Lagerpotenzial 5 bis 8 Jahre.
Warum heisst er "Langhe"?
Die Langhe ist der Hügelbezirk im Piemont, der auch Barolo, Barbaresco und Dogliani umfasst. "Langhe Nebbiolo" ist die DOC für Nebbiolo aus diesem Bezirk – breiter als Barolo, weniger restriktiv.
Über das Weingut – Livia Fontana, Castiglione Falletto
Vier Generationen in Castiglione Falletto
Das Weingut Livia Fontana liegt in Castiglione Falletto – einem der elf Barolo-Dörfer und für viele die Herzkammer der Barolo-Zone. Hier produziert die Familie Fontana seit vier Generationen Wein, benannt nach der Grossmutter Livia. Heute führen die Brüder Lorenzo und Michele das Haus, weiterhin als familiengeführter Kleinbetrieb.
12 Hektar in den besten Cru-Lagen
Das Weingut bewirtschaftet rund 12 Hektar Reben, verteilt auf einige der renommiertesten Cru-Lagen der Barolo-Zone: Villero und Pernanno (Castiglione Falletto), Bussia (Monforte d'Alba) und Fontanin. Jede Lage hat ihre eigene Bodenstruktur und ihr eigenes Mikroklima – eine Vielfalt, die jeden Cru-Barolo des Hauses unverwechselbar macht.
Klassische Vinifikation, lange Reife
Die Vinifikation folgt der klassischen Barolo-Tradition: lange Mazerationszeiten, Reifung in grossen slawonischen Eichenfässern (botti grandi). Beim Bussia Riserva sogar mehrere Jahre. Die Weine sind nicht für den schnellen Genuss gedacht – sie entwickeln sich über Jahrzehnte.
Roero Arneis & Barbera ergänzen die Barolo-Linie
Neben den Cru-Barolo produziert das Haus auch zugängliche Piemonteser Klassiker: Roero Arneis (Weisswein), Barbera d'Alba Superiore und Langhe Nebbiolo. Plus den Langhe Rosso Insieme – eine Cuvée, die Nebbiolo mit Barbera kombiniert.